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Radevormwald
Nachwuchs sucht künftigen Arbeitsplatz

Radevormwald: Nachwuchs sucht künftigen Arbeitsplatz
Interessante Gespräche: Sabine Waßmuth von der Firma Pflitsch informierte beim "Tag der Ausbildung" in der GGS Stadt nicht nur Lena Hasenburg, sondern auch deren Eltern Nicolle und Oliver. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Der Ansturm auf den vierten "Tag der Ausbildung" des Radevormwalder Unternehmernetzwerkes (RUN) am Samstag war enorm. Viele Jugendliche, oft auch mit ihren Eltern, ließen sich informieren und besuchten auch diverse Firmen. Von Marion Gerdel

Für Jugendliche ist der Wechsel von der Schule ins Berufsleben ein tiefer Einschnitt im Leben. Alle möchten möglichst im Wunschberuf einen Ausbildungsplatz finden. Auch die Arbeitgeber suchen oft lange, bis sie den geeigneten Bewerber für ihre offenen Ausbildungsplätze gefunden haben. Um beiden Seiten eine perfekte Plattform für ihre Suche zu geben, hatte das Radevormwalder Unternehmernetzwerk RUN zum vierten Mal zum "Tag der Ausbildung" aufgerufen.

Am Samstag bekamen Firmen die Chance, ihre Betriebe zu öffnen, um Bewerbern ihren eventuellen künftigen Arbeitsplatz zu zeigen. In der Aula der Grundschule Stadt fand außerdem eine Messe statt, bei der 21 Aussteller sich und ihre Ausbildungsberufe vorstellten.

Klaus Lüttgenau vom Orga-Team war mit dem Ansturm mehr als zufrieden. "Natürlich bieten wir vor allem Rader Firmen die Chance, erste Gespräche mit künftigen Azubis zu führen", sagte er, "Ausnahmen sind Firmen wie Turck aus Halver oder die Wuppertaler Stadtwerke, die Ausbildungsberufe anbieten, die wir in Rade nicht haben." An allen 21 Ständen war den ganzen Tag über viel Betrieb. Neben den Ausbildungsleitern waren vor allem die bereits in der Ausbildung stehenden jungen Männer und Frauen Ansprechpartner für Schüler und Eltern. Sie konnten aus eigener Erfahrung berichten, wie die Ausbildung im eigenen Betrieb verläuft.

An jedem Stand gab es für die kommenden Azubis Interessantes zu erfahren. So wurde bei BÖ-LA Siebdrucktechnik erläutert, was ausgefallenere Berufe wie der des Medientechnologen Siebdruck eigentlich bedeuten; bei GKN berichtete der Auszubildende Oliver Schenk von der vorbildlichen Betreuung durch die Ausbildungsleiter. Manuela Venditi, Ausbilderin bei der Sparkasse, war es wichtig zu betonen, dass sich in ihrem Institut jeder Schulabgänger, egal mit welchem Schulabschluss, bewerben kann. "Uns interessiert der Mensch, der hinter der Bewerbung steckt!", sagte sie. Auch die Bundeswehr informierte über die vielschichtigen Möglichkeiten. "Wir können aber nur eine grobe Übersicht geben", sagte Nicole Venn, die als Beraterin vor Ort war. Am Stand des Pflegearbeitskreises Radevormwald erkundigten sich die Schüler umfassend über die Tätigkeiten in der Altenpflege. "Psychisch stabil, körperliche belastbar und vor allem kommunikativ sollten unsere Bewerber sein", wünscht sich Uwe Kremers, Geschäftsführer der Diakoniestation. "Und wir können darüber informieren, dass unser Beruf nicht so schlecht bezahlt wird, wie es in den Medien immer wieder dargestellt wird."

Für Malak Hussein, die gerade ihr Abitur macht und einen Ausbildungsplatz als Kinderkrankenschwester sucht, war der Tag der Ausbildung ein voller Erfolg. Sie konnte sich am Stand des Sana Krankenhauses vorstellen. "Ich soll nur noch meine Bewerbung abgeben, und dann werde ich den Ausbildungsplatz wohl bekommen", freut sie sich und ist gleichzeitig das perfekte Beispiel, dass diese Veranstaltung ein wichtiges Datum im Radevormwalder Kalender ist.

Quelle: RP
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