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Serie Mit Dem Fahrrad In Den Frühling
Natur und Industriekultur auf dem Rad

Radevormwald. Der Wald-Wasser-Wolle-Weg ist ein familienfreundlicher Radwanderweg rund um Rade, der im Wülfingmuseum in Dahlerau auch Industriegeschichte zum Anfassen bietet. Für Ungeübte bieten sich wegen der Berg- und Talfahrt auch Alternativen an. Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald Er ist noch keine sieben Jahre alt und gehört schon zu den beliebtesten Wander- und Radstrecken - der Wald-Wasser-Wolle-Weg (WWWW), ein 20,5 Kilometer langer Rundweg, der zu großen Teilen auch gut mit dem Fahrrad befahren werden kann und in Rade seinen Anfangs- und Endpunkt hat. Die Stadt auf der Höhe heißt so, weil sie eine der höchstgelegenen Städte im Regierungsbezirk Köln ist.

Wissenswert ist noch, dass sie bereits im frühen 14. Jahrhundert das Stadtrecht durch die Grafen von Berg verliehen bekommen hat (2016 ist 700-Jahr-Feier). Nicht zuletzt ist die Natur immer einen Ausflug wert - auch und besonders mit dem Fahrrad. Wer eine mittellange Tour mit einigen Steigungen machen will, die aber auf festen Wegen mit Asphaltpassagen geeignet ist, hat mit dem Wald-Wasser-Wolle-Weg, den es offiziell seit dem 1.

Mai 2007 gibt, eine sehr gute Wahl getroffen. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Rathaus, von wo aus es über Markt, Oststraße zur Bahnhofstraße geht. Von nun an ist das Wanderzeichen "Raute-8" dasjenige, auf das der Radler achten muss. Erster Stopp ist Espert, das einen in das wunderschöne Wiebachtal leitet. Von dort folgt der Wald-Wasser-Wolle-Weg dem Wupperweg und dem Zeichen "Raute-6", man passiert die Ortschaften Berg und Heidersteg.

Alternativ führt der Weg über die Hohenfuhrstraße (rechts) bis zur Ampel, den Radweg an der Kaiserstraße zur Bahntrasse. Am Ende (nach rechts) nach Honsberg und über den Höhenrücken nach Obernfeld und zum Parkplatz Niedernfeld und Wilhelmstal. Bevor man in Krebsöge die ersten zehn Kilometer geradelt hat, fährt man eine malerische Strecke an der Wupper-Talsperre und überquert bei Krebsöge die Staumauer, von der aus man einen wunderschönen Blick hat.

"Straße der Arbeit" heißt die Bergische Natur- und Museumsroute, die in Richtung Wilhelmstal führt, immer an der Wupper entlang. Arbeit bezieht sich nicht aufs Radeln oder Wandern, sondern auf die Industriedenkmäler, an denen man vorbeikommt, wie die ehemalige Papierfabrik, die Fabrikgebäude Hardt & Pocorny oder Schürmann und Schröder. Ein Höhepunkt und zudem eine sehr schön gelegene Rastmöglichkeit ist sonntags in Dahlerau im Wülfingmuseum, Graben 2-6.

Dort gibt es Industriekultur zum Anfassen, etwa mit der größten Dampfmaschine des Bergischen Landes, und einem Museums-Café. Weiter geht es für Mountainbiker den Berg hoch nach Obergrunewald und Herkingrade (Gasthaus "Zur Schönen Aussicht"). Andere Radfahrer fahren ein kurzes Stück über die L 414 (rechts zur Kirchstraße und über den Schröderweg und die Keilbecker Straße) nach Herkingrade. Langsam aber sicher neigt der WWWW sich seinem Ende zu.

Vorher geht es über hügeliges Gelände zur kleinsten Talsperre, dem Uelfebad, und zum historischen Gartenhaus im Rokoko-Stil. Mountainbiker fahren den Weg entlang, weniger Geübte über Önkfeld. Das Rokoko-Gartenhäuschen im Parc de Châteaubriant von 1772 lohnt einen Abstecher. Über die Telegrafenstraße nähert man sich wieder dem Ausgangspunkt, dem Rathaus. Gegenüber hat man die Gelegenheit, das Heimatmuseum zu besuchen, das die Stadtgeschichte aufbereitet zeigt.

Der Wald-Wasser-Wolle-Weg ist nicht nur zum Wandern geeignet, sondern lässt sich auch auf zwei Rädern erkunden.

Quelle: RP
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