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Radevormwald
Neubau mit Tagespflege und Wohngruppe

Radevormwald. Investor Schmidt & Andres hat von der Wirtschaftsförderung Fläche an der Elberfelder Straße gekauft. Von Wolfgang Scholl

Dort, wo in früheren Jahrzehnten in Bergerhof an der Elberfelder Straße Berufsschüler ihre Pausen verbrachten, klafft seit wenigen Tagen eine Baulücke. Auf dem bisher nicht genutzten Platz zwischen dem "Roten Haus" und der Einfahrt zur Armin-Maiwald-Schule wird gebaut. Es entsteht ein Gebäude mit mehreren Nutzungen - Einrichtung für Tagespflege, Wohngruppe für behinderte junge Menschen und Mietwohnungen.

In dem direkt daneben liegenden "Roten Haus", das über Jahrzehnte leer stand oder für die Unterbringung von Aussiedlern und Asylsuchenden genutzt wurde, ist seit 2011 das Pflegeunternehmen Kohtz und Herzog tätig. Es bietet dort Wohnungen für pflegebedürftige Personen als Wohngruppe an. Dieses Haus hatten die Investoren Mark Schmidt und Roland Andres im Jahr 2010 gekauft.

Jetzt haben sie das daneben liegende Grundstück von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft erworben und mit Tiefbauarbeiten begonnen. "Im Untergeschoss wird eine Tiefgarage entstehen", sagt Mark Schmidt, der das Ziel hat, dass das Haus im zweiten Quartal 2016 bezogen werden kann. Im Erdgeschoss und in den Etagen eins und zwei stehen demnächst jeweils etwa 320 Quadratmeter zur Verfügung. Konzipiert wird die Wohnanlage vom Rader Architekten Uwe Wendeler.

Die Nutzung der Etagen wird unterschiedlich sein. Im Dachgeschoss sollen vier Wohnungen entstehen, die der Investor vermieten möchte. Für das Erdgeschoss sind die Pläne für eine Einrichtung der Tagespflege weit gediehen. Partner wird aller Voraussicht nach die Diakoniestation Radevormwald mit Zentrale im Wartburghaus sein. "Wir sind in den weitergehenden Abstimmungsgesprächen auch mit dem Oberbergischen Kreis. Unser Ziel ist, nach der Fertigstellung 18 Plätze für Tagespflege zur Verfügung zu stellen", sagt Geschäftsführer Uwe Kremers. Eine Gesetzesänderung zum 1. Januar 2015 erleichtert die Einrichtung von Tagespflegeplätzen, für die es in Rade einen großen Bedarf gibt. Bisher gibt es Tagespflege im Seniorenzentrum der Johanniter am Höhweg.

In der ersten Etage wird in Kooperation zwischen dem Verein "Rade integrativ" und der überregional tätigen Pflegeeinrichtung Hephata in Abstimmung mit dem Landschaftsverband Rheinland eine Wohngruppe mit acht Plätzen für geistig behinderte und junge Menschen entstehen, berichtet Christiane Schnell, die Vorsitzende von "Rade integrativ". Eine weitere solche Wohngruppe für eher autistisch Behinderte betreibt die Lebenshilfe Rhein-Wupper seit vielen Jahren der Dietrich-Bonhoeffer-Straße.

Bis auf einen sind wohl alle acht Plätze inzwischen vergeben. "Wir sind aber mit einem zweiten Investor für eine weitere Wohngruppe im Gespräch", sagt Christiane Schnell (Tel. 02195 931060). Interessenten könnten sich deshalb gerne an Christiane Schnell wenden. Sie ist zuversichtlich, auch dieses Projekt entwickeln zu können.

Quelle: RP
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