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Radevormwald
Neue Beratungsstelle für Wohnungslose öffnet

Radevormwald. Uwe Ufer war zurück. Zwar nicht in der Schloss-Stadt Hückeswagen, deren Bürgermeister er von Oktober 2004 bis Oktober 2013 war, dafür in Wipperfürth. Dort, an der Hochstraße, eröffneten die Wohnhilfen Oberberg der Diakonie Michaelshoven, deren kaufmännischer Vorstand Ufer seit knapp zweieinhalb Jahren ist, eine neue Anlaufstelle für Menschen aus dem oberbergischen Norden, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder von ihr bedroht sind. Das gilt somit auch für Betroffene aus Radevormwald. Auch Ufer hatte sich zur Eröffnung umgesehen.

"Mit dem neuen Beratungsangebot am zentralen Standort sollen Betroffene schnell und ortsnah Hilfen erhalten, um kurzfristig ihre Existenz zu sichern", berichtet Melani Köroglu von der Unternehmenskommunikation der Diakonie Michaelshoven. An der Hochstraße in Wipperfürth befinden sich verschiedene Hilfsangebote unter einem Dach: die Fachberatungsstelle Wohnungsnot, die in Kooperation mit der Diakonie An der Agger und dem Kreis-Caritasverband angeboten wird, das ambulant betreute Wohnen für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten und tagesstrukturierende Maßnahmen für betroffene Menschen. 13 Mitarbeiter bilden das Regionalteam Wipperfürth.

Die Räume der Beratungsstellen, die zuvor mehrere Jahre eine Schneiderei beherbergte, waren umfassend renoviert worden. "Wir wollen, dass die Hilfesuchenden sich hier wohlfühlen und den Weg hierhin finden", betont Susanne Hahmann, Geschäftsbereichsleiterin der Wohnhilfen Oberberg. Neben der Beratung durch die Mitarbeiter hätten sie auch die Möglichkeit, "gemeinsam mit uns nach passenden Wohnangeboten zu recherchieren".

Andrea Steinbinder, Leiterin des Beratungsangebots, hat langjährige Erfahrungen in der Beratung und Betreuung von Menschen in Wohnungsnot. Sie freut sich darüber, dass mit dem neu geschaffenen Angebot die Wege für die Betroffenen kürzer werden. "Wer hier in der Umgebung in Wohnungsnot gerät, musste bisher lange Wege in Kauf nehmen, um Hilfe zu finden", sagt sie. Nun könne der Nordkreis abgedeckt werden, "und aus der Erfahrung heraus wird solch ein Angebot von Betroffenen angenommen".

"Die Wohnungslosenhilfe der Diakonie Michaelshoven in Oberberg hat sich neu organisiert", teilt Melani Köroglu mit. Eine wichtige Rolle spielte dabei das Ende vorigen Jahres beendete Projekt "Entwicklung eines integrierten Gesamthilfesystems", das durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW im Rahmen des Aktionsprogramms "Obdachlosigkeit verhindern - Weiterentwicklung der Hilfen in Wohnungsnotfällen" gefördert wird. Ziel des dreijährigen Projekts war es, durch innovative Ideen Wohnungslosigkeit zu vermeiden.

Hilfesuchende können sich an die Beratungsstelle in Wipperfürth, Hochstraße 14, wenden unter Tel. 02267 6557750 oder per E-Mail an: wohnhilfen-oberberg@diakonie-michaelshoven.de

(büba)
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