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Radevormwald
Neue Straßenbeleuchtung spart Strom

Radevormwald: Neue Straßenbeleuchtung spart Strom
Mitarbeiter der SAG erneuern derzeit an der Alten Landstraße die Straßenbeleuchtung. Nachdem neue Masten aufgestellt sind, werden energiesparende Leuchtköpfe montiert. FOTO: Jürgen moll
Radevormwald. Etwa 2600 Straßenlaternen hat die Stadt in Radevormwald. Nachdem bereits mit einem früheren Programm 111 Leuchten modernisiert worden sind, werden bis 2016 weitere 420 Masten und Lampen von der SAG ausgetauscht. Von Wolfgang Scholl

Vor einigen Jahren hatte die Stadt eine Untersuchung über den Zustand der Straßenbeleuchtung in Auftrag gegeben - mit dem Ergebnis, dass es Erneuerungsbedarf gibt. In einem ersten Schritt waren mit Fördermitteln 111 Leuchten entlang der Hohenfuhrstraße erneuert worden. Jetzt erhalten weitere 420 Straßenlampen einen neuen Mast und einen neuen Leuchtenkopf. Das berichtet Burkhard Klein vom Fachbereich Bauverwaltung, der das Projekt für die Stadtverwaltung betreut.

Ausgetauscht werden vor allem die alten Quecksilber-Dampfleuchten gegen Energiesparleuchten oder gegen neueres LED-Licht. Bei Lampen mit nur geringen Wattzahlen lohnen sich derzeit vor allem Energiesparleuchten, haben die Experten errechnet. Bei größeren Wattzahlen werden automatisch neue LED-Leuchtköpfe aufgesetzt. Zu den 420 kommen noch einige Leuchten in der Innenstadt im Zuge des Innenstadtumbaus. Aktuell gibt es die Neuen rund um den Schlossmacherplatz und in der Innenstadt dort, wo noch die alten Lampen mit zwei mal 70-Watt-Doppelleuchten angebracht sind. In Zukunft wird es dort nur noch eine Leuchte geben, um Kosten zu sparen. "Wir haben bisher von den Bürgern noch keine negativen Rückmeldungen bekommen", sagt Burkhard Klein. Die neuen, energiesparenden Leuchten geben genauso viel oder sogar mehr Licht ab als die alten.

Angefangen hat die Stadt mit den Erneuerungsmaßnahmen in einigen Straßen der Wupperorte. Derzeit ist die SAG, die die Ausschreibung der Stadt Radevormwald gewonnen hat, im Bereich der Alten Landstraße tätig.

Von den 420 Leuchten sind bisher etwa 240 ausgetauscht. "Wir sind damit gut in der Zeit", sagt Klein und ergänzt, "sollte es Defekte an anderen Stellen in der Stadt geben, werden wir dort natürlich auch tätig. Das wird aus dem allgemeinen Unterhaltungsetat finanziert." Vorteil dieser großen Aktion für die Stadt ist, dass sie die Ausgaben als Investition abrechnen und längerfristig abschreiben kann.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt im Dezember den neuen Wartungsvertrag für fünf Jahre abgeschlossen. Der Vorteil, die Stadt zahlt genauso viel Geld wie früher, kann aber damit auch noch den Austausch der Leuchten finanzieren. "Früher hatten wir einen Wartungsrhythmus von vier Jahren pro Lampe, bei den neuen LED-Köpfen sollen die Wartungsintervalle nach Herstellerangaben auf zehn bis zwölf Jahre steigen", sagt Burkhard Klein. Dank neuer Technik sei die Lebensdauer der einzelnen Leuchte damit sehr stark verlängert. Für einen Mast wird eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren angesetzt.

Wie es 2019 weitergeht, steht noch nicht fest. "Das wird auch vom Stand der neuen Technik abhängen. Wir haben eine Verlängerungsoption von drei und zwei Jahren", sagt Klein. Würde die neue Ausschreibung wegen weiterer Verbesserung der Technik wieder Kosteneinsparungen bringen, soll ausgeschrieben werden. Die Verbesserungen der Technik hat die Stadt an der Rathaustreppe erfahren. Dort ist erstmals vor einigen Jahren eine LED-Leuchte eingesetzt worden. "Sie ist mit den heutigen schon nicht mehr zu vergleichen", sagt Klein.

Quelle: RP
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