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Radevormwald
Neue Wanderkarten geben Überblick

Radevormwald: Neue Wanderkarten geben Überblick
Die Wanderwege im Bergischen Land - hier eine Route im Wermelskirchener Eifgental - erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. FOTO: Teifel (Archiv)
Radevormwald. Das Wanderwege-Netz im Bergischen Land ist komplett überarbeitet worden, einige Wanderwege wurden gelöscht. Neue Wanderkarten geben einen Überblick. Die Naturarena feiert "Zehnjähriges". Von Stephan Singer

Das Bergische Land ist mittlerweile in die "Wander-Bundesliga" aufgestiegen. "Jetzt müssen wir in dieser Liga bleiben", sagt Mathias Derlin, Geschäftsführer der Naturarena Bergisches Land. Zu diesem Zweck hat "Das Bergische" - so nennt sich die Naturarena seit dem vergangenen Jahr - in Zusammenarbeit mit dem Sauerländischen Gebirgsverein (SGV), den Kommunen und den Waldbesitzern das gesamte Wanderwege-Netz in der Region überarbeitet und auch Wanderwege gelöscht.

Dazu gibt es fünf neue Wanderkarten (Maßstab 1:25.000). Diese bilden das gesamte Wanderwege-Netz in Oberberg, Rhein-Berg sowie von vier Rhein-Sieg-Kommunen, des Königsforsts und der Wahner Heide vollständig ab. "Die neuen Karten sind nötig geworden, da das Wanderwege-Netz umfassend neu strukturiert worden ist. Damit sind alle bisherigen Karten unvollständig", erklärt Derlin. "Umweltschützern, Waldbesitzern und Jägern haben wir zugesagt, für jeden Kilometer qualifizierten Wanderweg auch zwei Kilometer 'normale' Wege zu streichen." Dies habe der SGV durch die Löschung von etwa 1.400 Kilometern an Wanderwegen eingelöst. "Davon profitieren alle, denn weniger Wege lassen sich besser pflegen", ergänzt Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises.

Die Wanderkarte 1 umfasst den Norden und Osten des Oberbergischen Kreises mit Radevormwald und Hückeswagen; die Wanderkarte 2 deckt den Nordwesten ab (Leichlingen über Wermelskirchen bis Radevormwald, Hückeswagen, Wipperfürth, Lindlar und Kürten). Die Wanderkarte 3 umfasst den Süden des Oberbergischen Kreises, die Karte 4 die Mitte von Oberberg und Rheinberg, und die Karte 5 den Süden.

Die Naturarena Bergisches Land gibt es seit mittlerweile zehn Jahren. Für Geschäftsführer Mathias Derlin ist klar, wo der größte Schwachpunkt der bergischen Region liegt: Die Menschen hätten zu wenig (Selbst-)Bewusstsein, was die touristische Attraktivität ihrer Heimat anginge. Er wird nicht müde, die Vorteile von Tourismus im Bergischen zu unterstreichen. "Insgesamt hat bei uns Tourismus wenig Tradition, aber Tourismus ist bei uns stark wachsend." Derlin scheut dabei nicht den Vergleich mit Regionen, für die Tourismus nahezu die einzige Einnahmequelle ist: "Wir sind ein Mittelgebirge. Wenn wir sehen, was der Schwarzwald uns vormacht, haben wir jede Menge Potenzial", sagt er.

"Das Bergische" deckt das Gebiet von 21 Kommunen im Rheinisch-Bergischen sowie Oberbergischen Kreis ab. Derlin sieht Stärken und Schwächen: "E-Bikes machen das Bergische flach, aber es gibt keine vernünftigen Streckenangebote für Mountainbikefahrer." Die Arbeit der Naturarena trage Früchte: Das Bewusstsein für Tourismus sei in allen Bereichen deutlich gestiegen. "Wir gelten in NRW jetzt als Region. Durch uns ist der Tourismus ins Rollen gekommen. Unser Standortvorteil ist die gute und schnelle Erreichbarkeit, das muss vermittelt werden", fordert Derlin. Er weiß aus seiner täglichen Arbeit, wo "Das Bergische" ansetzen muss: "Im Tourismus geht der Trend zu Qualität und Komfort und zum Erkunden von Regionen in Deutschland. Das Geschäft mit Gruppenreisen muss weiter ausgebaut werden."

"Das Bergische" verzeichnet inzwischen 1,83 Mio. Übernachtungen pro Jahr, wovon etwa 400.000 auf Campingplätze entfallen.

Quelle: RP
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