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Radevormwald
Neue Wupperbrücke nicht vor 2021

Radevormwald: Neue Wupperbrücke nicht vor 2021
Ein Warnschild weist die Verkehrsteilnehmer darauf hin, dass die Brücke nicht mehr im besten Zustand ist. Bis es aber zu einem Neubau kommt, dürften noch einige Jahre ins Land ziehen. Nach einer Vorplanung folgen eine detailliertere Ausführungsplanung und schließlich die Ausschreibung. FOTO: wolfgang scholl (archiv)
Radevormwald. Im Masterplan für ein verbessertes Projektmanagement beim Bundesfernstraßenbau spielt auch der Abriss der alten Wupperbrücke an der L 81 in Dahlhausen eine Rolle. Fest steht, dass der Neubau noch länger auf sich warten lassen wird. Von Joachim Rüttgen

Der Abriss der alten Wupperbrücke an der Landstraße 81 in Dahlhausen und der Neubau sind zwar noch in weiter Ferne. Positiv ist aber zumindest, dass im Regierungsbezirk noch in diesem Jahr eine Planfeststellung durch die Bezirksregierung Köln eingeleitet werden soll. Das geht aus einer Pressemitteilung über einen Masterplan für ein verbessertes Projektmanagement beim Bundesfernstraßenbau hervor.

FOTO: Landesbetrieb

Hierhin informiert Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte aus dem Verkehrsministerium umfassend aus der Baustellenkoordinierungskonferenz - und in der spielte auch der Neubau der Wupperbrücke im Zuge der L 81 in Dahlhausen eine wichtige Rolle.

Aber Schulte betonte auch, dass der Investitionsstau bei den Bundesfernstraßen derzeit so groß ist, dass nicht alle Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt werden können.

Mit dem im Koalitionsvertrag angekündigten Masterplan habe die Landesregierung aber nun ein Instrumentarium an der Hand, um den Fahrplan für die wichtigsten Projekte in den kommenden Jahren aufzuzeigen. Der Plan zeige, wie die Landesregierung die vom Bund beauftragten Straßenprojekte abarbeiten wird.

Für Nordrhein-Westfalen hat die Bundesregierung im Bedarfsplan 200 Straßenprojekte mit einem Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro bis 2030 festgelegt. Die Qualität der Infrastruktur müsse durch ein leistungsfähiges Straßennetz erhalten und verbessert werden, sagte Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Johannes Szmais vom auch für Radevormwald zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW in Gummersbach bremst allzu große Euphorie, was den zeitlichen Ablauf betrifft. "Denn wenn die Bezirksregierung Köln in diesem Jahr die Planfeststellung für den Neubau der Brücke einleitet, würde ich das Verfahren als mittelfristig angelegt bezeichnen", sagte er. Das Verfahren dauere auf jeden Fall seine Zeit. Szmais rechnet sogar mit mehreren Jahren. Im günstigsten Fall läge nach ein bis zwei Jahren eine Vorplanung vor, die aber noch durch eine Ausführungsplanung detaillierter erarbeitet werden müsse. Dann folge die Ausschreibung der Maßnahme, so dass vor 2020/2021 mit einer Realisierung des Neubaus nicht zu rechnen sei.

Erst wenn ein Planfeststellungsbeschluss vorliege, rücke der Neubau in greifbare Nähe. "Denn durch die Offenlegung und die Bürgerbeteiligung kann es auch noch zu Klagen kommen, die das Verfahren weiter verzögern", sagte Szmais. Deshalb stehe man mit dem Neubau der Brücke wirklich noch ganz am Anfang. Bereits Ende Oktober 2016 hatte es eine große Vorbesprechung zahlreicher Behörden in Gummersbach gegeben - Ergebnis: Der Landesbetrieb muss wegen der unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse um die Brücke zunächst ein förmliches Planungsverfahren in die Wege leiten.

Das Ratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Bornewasser, hatte damals auf das Thema aufmerksam gemacht und Bedenken wegen des Naturschutzes an der Brücke und für die Wupper geäußert.

Die alte Brücke stammt aus dem Jahr 1955 und kann keine großen Lasten mehr tragen. Für Fahrzeuge mit mehr als 30 Tonnen wurde sie gesperrt. Erneuert werden soll nicht nur der Aufbau der Brücke, sondern sie bekommt auch neue Widerlager und Bohrpfähle.

Quelle: RP
 
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