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Radevormwald
Neuer Eigentümer investiert im Zentrum

Radevormwald: Neuer Eigentümer investiert im Zentrum
Klaus Giesen von Contec neben dem Brunnen am Schlossmacherplatz, der bald abgebaut wird. Die Ladenfläche im Hintergrund (ehemaliger Konzeptladen) soll ab Frühsommer wieder belegt werden. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Klaus Giesen ist bei der Unternehmensgruppe Contec zuständig für die Immobilien zwischen Schlossmacherplatz und Poststraße. Eigentümer Armin Hinz hat die Immobilien vom vorherigen Eigentümer zur Jahreswende erworben. Von Wolfgang Scholl

Noch sieht man nichts. Wenn man nicht auf die Personen achtet, die die leeren Geschäftsflächen besichtigen oder dort ausmessen. "Es wird sich bald was tun", sagt Klaus Giesen. Das Unternehmen, für das er arbeitet, hat zahlreiche Flächen rund um den Schlossmacherplatz erworben. Sie gehörten früher einem Düsseldorfer Unternehmen und gingen später nach einem Insolvenzverfahren in das Eigentum einer weltweit agierenden Finanzgruppe über. Über die Jahreswende kam der nächste Eigentümerwechsel.

"Eigentümer Armin Hinz hat das Ziel, den Standort mit 9500 Quadratmetern und Tiefgararge langfristig zu entwickeln und aufzufrischen", sagt Giesen, der ein- bis zweimal pro Woche in Rade ist und Büro und Werkstatt im Keller am Schlossmacherplatz hat. Gekauft hat das Unternehmen die Fläche auch, weil die Stadt investiert und die Wegestruktur zwischen Schlossmacherplatz und Poststraße erneuert. Die Aussage, dass öffentliche Investitionen private nach sich ziehen, sieht der Contec-Mitarbeiter als richtig an. "Ich denke, dass wir bald Perspektiven für die Flächen aufzeigen können", sagt er und berichtet von Gesprächen in einem aussichtsreichen Stadium.

"Wir sprechen mit Filialisten, aber auch örtlichen Interessenten. Bis Ende Juni sollen Verträge unterzeichnet sein", sagt er. Sein Eindruck: Viele haben darauf gewartet, dass endlich was passiert und was getan wird. Das Ziel: Die Mieterstruktur verbessern. Sichtbar werden sollen die Veränderungen an den Fassaden. Auch eine Treppe wird durch einen besseren Zugang ersetzt. Auf eine Fläche am Aufgang von der Poststraße zur überdachten Passage (früher Russland-Shop) wird bis Mai das Bismarck-Museum seinen Platz finden.

Bei jeder Verpachtung werden die alten Scheiben durch Doppelglas ersetzt, erneuert werden die Elektrik und die Türanlagen - entweder von Contec oder vom Mieter. Für die ehemalige Neukauf-Fläche an der Poststraße ist geplant, den Über-Eck-Eingangsbereich zu begradigen. Parallel soll die Grünfläche zum Parkplatz verschwinden und die Wand durch eine Glasfront ersetzt werden.

Da sich Contec als "Bestandshalter" sieht, soll "das schwierige und verbaute Objekt" zu einem kleinen Center werden - mit eigenem Namen, Frühlings- und Herbstfesten und der Beteiligung am Stadtfest. Einen Austausch gebe es zum Beispiel mit Investor Steinbrink. "Gezeigt werden soll, dass wir was machen und das wir da sind. Dafür sind wir mit allen Akteuren in Abstimmungsgesprächen", sagt Giesen, der glaubt, dass die Veränderungen spätestens zum nächsten Frühjahr sichtbar sind. "Spätestens das Frühjahrsgeschäft 2016 soll auf allen Flächen mitgenommen werden können", sagt er. Contec hofft deshalb auch auf eine reibungslose Bodensanierung bis zum Spätherbst. Bereits zum Frühsommer soll der alte Konzeptladen zwischen Bürgerhaus und Eisdiele einer neuen Bestimmung übergeben werden.

Quelle: RP
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