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Radevormwald
Neuer Spezialist für die Bauch-Chirurgie

Radevormwald: Neuer Spezialist für die Bauch-Chirurgie
Den neuen Chefarzt am Sana Krankenhaus, Dr. Thomas Morkramer (2.v.l.), begrüßten gestern Dr. Reinhold Hikl (l.), Dr. Martin Ulatowski (2.v.r.) und Bernd Siegmund. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Das Sana Krankenhaus stellte den neuen Chefarzt Dr. Thomas Morkramer vor. Sein Ziel: Kompetenzzentrum Darm. Von Marion Gerdel

Mit Dr. Thomas Morkramer ist seit gestern ein weiterer Chefarzt im Team des Sana Krankenhauses. Er ist als Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie (Behandlung des Bauchraumes) tätig. Bernd Siegmund, kaufmännischer Direktor des Krankenhauses, begrüßte ihn und verwies darauf, dass das medizinische Leistungsspektrum ausgebaut werden soll. "Mit Dr. Morkramer haben wir einen erfahrenen und ausgezeichneten Chirurgen gewonnen", sagte er.

Der 49-Jährige aus Remscheid ist verheiratet und hat vier Kinder. Er hat in Düsseldorf studiert und seine berufliche Laufbahn in Wuppertal begonnen. Von 1993 bis 1997 war er im Klinikum Barmen tätig, bevor er ans Petrus-Krankenhaus wechselte, wo er zuletzt als leitender Oberarzt arbeitete. 2001 machte er den Facharzt für Chirurgie, 2011 den für Viszeralchirurgie. "Ich wollte mich verändern", sagte er. "Das Haus ist sehr bekannt, und hat in der Umgebung einen guten Ruf."

Seine Schwerpunkte sieht Morkramer auf drei Gebieten. Sein erstes Augenmerk liegt in der Kolorektalen Chirurgie, der Behandlung von Darmerkrankungen. Sein Ziel: ein Darmzentrum aufbauen. Des Weiteren gehört die minimalinvasive Chirurgie zu seinen Fachgebieten. "Auch große Bauchoperationen werden in Zukunft mit kleinen Schnitten und Videooptik durchgeführt", ist er sich sicher. Auch in Rade. Drittes Standbein ist die Hernienchirurgie, die Behandlung von Rissen in der Bauchwand. Jährlich fallen in Deutschland rund 300.000 Hernienoperationen an. Wegen der hohen Fallzahlen möchte der neue Chefarzt ein zertifiziertes Kompetenzzentrum errichten. Dieses soll als Kooperation mit niedergelassenen oder stationären Einrichtungen zentral geregelt werden.

Ein richtiger Schritt, ist sich Bernd Siegmund sicher. "Unser Haus ist für die Rader Bevölkerung eine Institution. Die Menschen wollen, wenn nötig, hier operiert werden. Also wollen wir ihnen ein entsprechendes Angebot schaffen." Auch Dr. Martin Ulatowski Chefarzt Chirurgie) ist von der Trennung von der Gesamtchirurgie fachlich überzeugt. "Den 'alten Chirurgen' der alles kann, gibt es nicht mehr", sagte er. "Unsere Aufgaben werden immer spezieller, daher braucht man entsprechend ausgebildete Ärzte."

Ulatowski ist stolz auf das, was in den vergangenen drei Jahren nach dem Trägerwechsel geschehen ist. Die Zertifizierung des Hauses, die Eröffnung der neuen Komfortstation und der kürzlich abgeschlossene Umbau der Intensivstation sind einige Beispiele. "Ein solides Haus wird etabliert", sagte er.

Dazu trägt auch die Eröffnung der neuen Radiologie bei, die mit einem Tag der offenen Tür am 29. Oktober gefeiert wird. Das dazu benötigte MRT, das es bisher noch nicht gab, wurde gestern angeliefert. Zur Steigerung des Wohlfühlfaktors soll auch die weitere optische und funktionale Renovierung der Stationen beitragen. "Wir wollen erreichen, dass das Rader Krankenhaus im Bergischen Land wieder zu einem Magneten wird", wünscht sich Dr. Reinhold Hikl, Chefarzt der Anästhesie und Ärztlicher Direktor. "Dabei wollen wir ein Haus der kleinen Wege und der familiären Zuwendung bleiben."

Quelle: RP
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