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Radevormwald
Neues Gewerbegebiet mit Hückeswagen in Marke

Radevormwald: Neues Gewerbegebiet mit Hückeswagen in Marke
Ein Blick vom Kopf der Wasserturnstraße in Richtung des neuen Gewerbegebietes. Es liegt größtenteils auf der anderen Straßenseite der B 483 und rechts an der kleinen Waldfläche. Die Wiese im Vordergrund bleibt unberührt. FOTO: wos
Radevormwald. Die Stadt plant mit dem Oberbergischen Kreis bei Aufstellung des neuen Regionalplans zukünftige Gewerbegebiete. Vorgeschlagen wird eine 24 Hektar große Fläche im Grenzbereich mit Hückeswagen zwischen Rädereichen und Marke. Von Wolfgang Scholl

Obwohl die Stadt derzeit noch über freie Gewerbe- und Industrieflächen im Osten der Stadt verfügt, muss sie an die Zukunft denken. Durch Aufstellung eines Regionalplans sollen für die fernere Zukunft weitere Grundstücke als Vorratsflächen für Gewerbe und Industrie ausgewiesen werden. Die Flächenausweisung ist bis in das Jahr 2030 projektiert. Der Bedarf für Radevormwald wird auf etwa 45 Hektar geschätzt. Die Ausweisung in Regionalplänen, die Teile des Landesentwicklungsplans werden, hat das Ziel, die heimische Wirtschafts- und Arbeitsplatzsituation zu sichern.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung hat Dominik Geier vom Planungsbüro Jansen erläutert, dass eine der Flächen im Grenzbereich von Radevormwald und Hückeswagen zwischen Rädereichen und Marke liegt. Die Fläche ist etwa 24 Hektar groß, 20 Hektar liegen auf Radevormwalder Gebiet und vier auf Hückeswagener. Der Planer erläuterte den Radevormwalder Kommunalpolitikern, dass es in Zukunft nur noch eine gemeinsame Flächenentwicklung im Oberbergischen Kreis geben kann. "Kommunen müssen zusammenarbeiten", sagte Geier und ergänzte, "wenn ein Unternehmen verlagern will, dann ist es besser, dass es eine Fläche in einer anderen Stadt im Norden Oberbergs findet als in einer anderen Region. Sie müssen in Zukunft regional denken. Öffnen Sie Ihre Augen für die Region." Flächenausweisung für die Zukunft sei Marketing für die gesamte Region, in der eine Kommune liege.

Dazu erläuterte Dominik Geier, dass in Zukunft immer weniger Flächen geeignet seien und man die noch geeigneten Flächen sichern müsse. "Ohne diese Flächen werden die Städte in Zukunft keine Spielräume mehr für kommunales Leben haben", sagte der Flächenplaner, dessen Büro alle 13 Kommunen in Oberberg berät und begutachtet hat. Weitere Flächen können in Radevormwald wie in anderen Kommunen nach der gesetzlichen Lage derzeit nur begrenzt ausgewiesen werden. Für den Bereich in Richtung Grafweg/Eich sei nach der aktuellen Planung lediglich noch eine weitere Fläche von zehn Hektar auszuweisen. Die Stadt entwickelt in den kommenden Jahren, planerisch gesichert, weitere Flächen über Grafweg und Feldmannshaus bis zur Eich. Dazu kommen 18 Hektar Fläche, die als Tauschfläche zu deklarieren wären. Der Planer erläuterte auch, dass die Stadt Hückeswagen ein großes Interesse an dieser grenzübergreifenden Planung hätte. "Dort ist die Not noch größer. Hückeswagen ist in einer sehr schwierigen Lage bei der Suche nach geeigneten Gewerbe- und dabei vor allem Industrieflächen", erklärte Dominik Geier. In die bisherige Planung seien auch der Oberbergische Kreis und die Bezirksregierung eng mit eingebunden. Deshalb sei nicht zu befürchten, dass von dort Einsprüche geltend gemacht würden. Da alle Kommunen des Kreises zustimmen müssten, gebe es die mit allen abgestimmte Planung.

Kathi Hentzschel, die für die Naturschutzverbände im Ausschuss für Stadtentwicklung sitzt, gab zu bedenken, dass durch diese Fläche ein Bach fließt, der als einer von wenigen noch nicht verrohrt oder kanalisiert ist.

Quelle: RP
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