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Radevormwald
Neues Haus für die Feuerwehr Wellringrade

Radevormwald: Neues Haus für die Feuerwehr Wellringrade
Über die Zukunft des Feuerwehrgerätehauses an der B 483, direkt am Flugplatz Leye, muss bald entschieden werden. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Das Feuerwehrgerätehaus in Wellringrade entspricht nicht mehr dem Gesetz. Bald muss eine Entscheidung fallen. Auch am Brandschutzbedarfsplan wird gearbeitet. Von Wolfgang Scholl

Die Zukunft des Feuerwehrgerätehauses der Löschgruppe Wellringrade stand am Mittwoch im Mittelpunkt einer Diskussion in der Sitzung des Bauausschusses. Seit 2012 haben Politik, Freiwillige Feuerwehr und Verwaltung das Thema einer Erneuerung auf dem Arbeitsplan. Das Haus ist in den vergangenen Jahrzehnten aus einem alten, stallähnlichen Gebäude gewachsen. Die Stadt hat es angemietet. Der Vertrag verlängert sich automatisch, wenn er nicht gekündigt wird.

Das Problem, berichtet Wilfried Fischer, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr: "Aus Sicht der Feuerwehrunfallkasse muss das Haus vergrößert werden, weil wegen der geringen Ausmaße die Gefahr besteht, dass ein Feuerwehrmann in der Halle von einem der Fahrzeuge eingeklemmt wird." Die Rüstfahrzeuge der Feuerwehr, zwei sind in Wellringrade eingestellt, sind im Laufe der Jahre immer größer geworden, weil sie den veränderten Erfordernissen an das Einsatzgeschehen angepasst werden mussten. "Wegen der noch nicht geklärten Zukunft des Hauses ist auch eine notwendige Dachsanierung immer wieder verschoben worden", berichtet der Feuerwehrchef.

Verwaltung und Feuerwehr haben nach einem Abstimmungsgespräch inzwischen den städtischen Architekten Marco Raabe beauftragt, zwei Alternativen kostenmäßig zu berechnen: einen Neubau an einer anderen Stelle oder die Ertüchtigung des bestehenden Hauses, was laut Fischer wohl einem Neubau gleichkommt. Nach der Ermittlung der Kosten soll weiter gesprochen werden.

"Persönlich befürworte ich einen Neubau auf städtischem Gelände. Dieses Haus ist das letzte der neun Feuerwehrhäuser, das noch auf fremden, angemietetem Grundstück steht", sagt Fischer. Er geht davon aus, dass eine Entscheidung über die Zukunft der Löschgruppe Wellringrade noch in diesem Jahr fällt, weil das Feuerwehrgerätehaus Teil des aktualisierten Brandschutzbedarfsplans ist.

Gefragt wurde im Ausschuss auch nach der Fertigstellung und Verabschiedung des Plans. Beides war ursprünglich für 2016 vorgesehen. Der alte Plan stammt aus dem Jahr 2010 und ist weiterhin gültig. "Wir stehen im engen Austausch mit der Bezirksregierung in Köln", sagen Fischer und Ordnungsamtsleiter Jochen Knorz. Im Zusammenspiel beider mit Köln muss der Plan aktualisiert werden.

Dazu erklärt Fischer, dass die Neufassung in der Bearbeitung ist und alle Daten der Feuerwehrleute über deren Verfügbarkeit schon eingeholt worden sind. Auch das Fahrzeugkonzept stehe.

Im konkreten Gespräch mit den Vertretern der Bezirksregierung werden später die aktuellen Anforderungen an die Rader Wehr abgesprochen. "Aus Oberberg gab es das Gespräch, an dem auch der Kreis als Aufsichtsbehörde beteiligt ist, bisher mit Gummersbach und Wipperfürth", sagt Fischer. Abgesprochen wird, welche Anforderungen die Rader Wehr bei einem Brandeinsatz in den Außenbereichen der Stadt erfüllen muss. Dazu zählt auch die Beantwortung der Frage, ob nach einem Alarm neun oder sechs Feuerwehrleute zu einer bestimmten Zeit an einer Brandstelle ausreichen.

Quelle: RP
 
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