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Radevormwald
Neues Konzept für Bolz- und Spielflächen

Radevormwald: Neues Konzept für Bolz- und Spielflächen
Der Jahnplatz als früherer Fußballplatz ist jetzt Bolzfläche. FOTO: hdö (Archiv)
Radevormwald. Im Laufe dieses Jahres wird entschieden, ob die Stadt einen neuen "Spiel- und Freiflächenbedarfsplan" erstellen wird. In der letzten Ratssitzung im Dezember ist entschieden worden, dass die Verwaltung bis zum zweiten Quartal ihre Vorschläge zu diesem Thema unterbreiten soll.

Wenn Ende dieses Jahres oder zu Beginn des kommenden Jahres mit der Bebauung des Jahnplatzes begonnen wird, fällt eine weitere Spielfläche für Kinder und Jugendliche weg. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte deshalb dieses Thema auf die Tagesordnung der letzten Sitzung stellen lassen. Zitiert wird aus dem Plan von 2002. Festgestellt worden ist: "Für Jugendliche gibt es generell zu wenige differenzierte Angebote. Die bisherigen Anlagen bieten hauptsächlich Bolzplätze und Basketballkörbe an." Langfristige Empfehlung war seinerzeit, "dass wir angesichts der mangelnden kreativen Spielmöglichkeiten dazu animieren möchten, pädagogisch betreute Spielplätze (Abenteuerspielplätze) einzurichten. Sie können für alle Altersgruppen ausgestattet und zu sozialen Treffpunkten über die Generationen hinweg ausgestattet werden ...". Da der Stadtrat aber für solche Fragen nicht zuständig ist, hat er im Dezember beschlossen, dieses Thema in den Aussschuss für Umwelt und Stadtentwicklung zu verweisen.

Die Technische Dezernentin Julia Gottlieb erklärte, dass die letzte Ausfertigung eines solchen Planes zwar aus dem Jahr 2002 stammt, im Zuge der Haushaltsaufstellungen Teile dieses Planes zum Beispiel für Spielplätze aber ständig auf stand-gehalten worden sind. Für eine inhaltliche Aktualisierung habe man aber kein Personal. Das gelte auch für eine Gesamtaktualisierung oder Neuaufstellung eines solchen Planes, erklärte die Dezernentin. Die Verwaltung verfüge im Stadtplanungsamt über keine freien Personalkapazitäten, weil Pflichtaufgaben für die Verwaltung Vorrang haben müssten. Sie schätzt, dass die Aktualisierung eines solchen Planes die Stadt etwa 30.000 Euro kosten könnte. Zugesagt hat die Dezernentin, dass für die zweite Sitzung des Ausschusses in diesem Jahr ein konkreter Vorschlag der Verwaltung unterbreitet wird, wie man sich des Themas Erfassung der Freiflächen und Konzept für die Zukunft nähern könne und welche Mittel die Stadt dafür in den Haushalt einstellen müsste.

Die neue BMX-Strecke an der Bundesstraße 229 (am Weg zwischen Wasserturmstraße und Jung-Stilling-Weg) soll nach mehr als einem Jahr Baupause bis zum Sommer hergerichtet werden. Sie soll die alte Strecke an der Hermannstraße (heute Sportplatz) ersetzen. In den städtischen Haushalt sind Mittel eingestellt worden. "Der Fachbereich Tiefbau erhält den Auftrag, die Arbeiten auszuschreiben", sagt Sönke Eichner, Pädagogischer Leiter im Fachbereich Jugend und Bildung.

(wos)
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