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Claire Peter
Neues Leben integrieren und wachsen sehen

Radevormwald. Claire Peter ist eine der Familienhebammen für Radevormwald. Sie hilft Familien, das Leben des Neugeborenen in den Alltag zu integrieren.

Vor einem Jahr hat Claire Peter den Kreißsaal verlassen und ihren neuen Beruf als Familienhebamme für die Psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Wipperfürth angetreten. In Radevormwald und Wipperfürth unterstützt sie Familien dabei, ihre Neugeborenen zu verstehen und mit ihrem Alltag zu vereinbaren. Die Familienhebamme hilft nicht nur bei praktischen Fragen rund um die Themen Ernährung und Pflege weiter, sondern steht auch bei der Unterstützung der Eltern zur Seite. 2017 hat sie neues Leben wachsen sehen.

Was sind die schönsten Momente Ihres Berufes, welche Momente haben sie in diesem Jahr geprägt?

Peter: Sobald ein Kind auf die Welt kommt, sind Familien in einer völlig neuen Lebenssituation, der sie sich liebevoll anpassen. Obwohl der Rhythmus zunächst völlig durcheinander kommt, schaffen es die meisten Familien, sich auf das neue Leben einzulassen. Mit viel Zeit, Liebe und der richtigen Hilfe entspannt sich die Situation meistens schnell.

Welche Unsicherheiten und Fragen tauchen in Familien auf, wenn ein neues oder vielleicht sogar das erste Kind in die Familie aufgenommen wird?

Peter: Viele Eltern wissen nicht, wie sie ihr Kind wickeln, baden oder füttern sollen. Das sind alltägliche Dinge, die man erlernen muss und die ich den Eltern beibringen kann. Natürlich besteht auch immer die Angst, dies empfindliche und neue Leben zu verletzen. Ich bringe den Eltern bei, wie man Kinder richtig trägt und hochhebt. Für berufstätige Mütter ist die Umstellung oft groß. Ein Kind bedeutet ein neues Leben. Die Eltern müssen lernen, die Bedürfnisse des Kindes und ihre eigenen unter einen Hut zu bekommen.

Warum haben Sie sich für den Beruf der Hebamme entschieden? Was fasziniert sie an Neugeborenen und Schwangerschaften?

Peter: Ich habe mich immer schon für Schwangerschaften interessiert. Nicht nur für den sozialen und menschlichen, sondern auch für den medizinischen Teil. Im Kreißsaal zu arbeiten und zu sehen, wie die Mütter ihr Kind das erste Mal auf dem Bauch liegen haben, das ist ein besonderer, sehr intimer Moment. Das Schöne an meinem neuen Beruf als Familienhebamme ist, dass ich die Familien viel länger begleiten und einen größeren Lebensabschnitt des Kindes beobachten kann.

Wie viele Familien haben Sie dieses Jahr unterstützt und wie reagieren die Eltern auf Ihre Hilfe?

Peter: Insgesamt haben meine Kollegin und ich in den vergangene zwölf Monaten 17 Familien betreut. Die Eltern sind dankbar für unsere Hilfe und unseren Rat. Manche lösen sich nach drei Monaten, andere begleiten wir ein ganzes Jahr. Die Reaktionen sind voller Dankbarkeit, das gibt uns sehr viel zurück.

DIE FRAGEN STELLTE FLORA TREIBER

Quelle: RP
 
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