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Radevormwald
Niederlage für Stadt vor Gericht

Radevormwald. Die für Ende Januar terminierte Fortsetzungsverhandlung gegen den Landwirt aus Breckerfeld, der 2015 zu Beginn im Januar eigenmächtig zahlreiche Bäume an der Allee zum Kommunalfriedhof gestutzt hatte, wurde inzwischen aufgehoben, das Strafverfahren eingestellt.

"Die Sache ist final vom Tisch", bestätigte der Amtsrichter auf Anfrage unserer Redaktion. Der Sachverhalt sei nicht für ein Strafverfahren geeignet. Dem 62-Jährigen wurde in der Anklage "Gemeinschädliche Sachbeschädigung" vorgeworfen. Zur Fortführung des Verfahrens hätten weitere Gutachten erstellt werden müssen, erklärte der Richter. Auch hätten Zeugen angehört und die Eigentumsverhältnisse zwischen dem Angeklagten und der Stadt geklärt werden müssen. Die Stadt hatte zuvor ein Gutachten über den Zustand der gestutzten Bäume erstellen lassen. Den entstandenen Schaden beziffert sie mit rund 15.000 Euro - ein Zivilverfahren sei jedoch nicht in die Wege geleitet worden. Lediglich der Landwirt im Ruhestand, dem zuvor bei einem Sturm umgefallene Bäume Schäden an Zaun und Scheune verursacht haben sollen, strebt ein Zivilverfahren vor dem Landgericht Köln an. Er hatte die Gefahr gesehen, dass Rinder auf die Straße laufen konnten. In diesem Verfahren müssen sich die Stadt und der Breckerfelder nun einigen. Das Zivilverfahren beginnt wohl Ende Februar, berichtete der Richter.

(heka)
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