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Radevormwald
"Niklas" wirft Lkw-Anhänger um

Radevormwald: "Niklas" wirft Lkw-Anhänger um
Der umgekippte Lkw war mit Styropor-Material beladen. Eine Böe hatte ihn gegen 7.30 Uhr umgekippt. Später konnte er nicht aufgerichtet werden, weil weiterer Sturm angesagt war. Links der festgefahrene Lkw. FOTO: wos
Radevormwald. Der Sturm führte am Dienstagmorgen zu einem Unfall mit schweren Folgen. Die B 483 bei Möllersbaum war über einige Stunden gesperrt, dann gab es einspurigen Verkehr. Am Buchenweg wurde ein Dach abgedeckt. Von Wolfgang Scholl

Der erste Sturm mit dem Namen "Mike" hat in Rade bis auf kleinere Schäden keine großen Feuerwehreinsätze versucht. Gestern wurde aus "Mike" dann "Niklas" und der sorgte am Morgen für mehrere Einsätze.

Gegen 7.30 Uhr kam es auf der Bundesstraße 483 zu einem folgenschweren Unfall bei Möllersbaum. Der Anhänger eines Lkw war durch eine Böe in der Kurve umgekippt und auf einen Zaun an einem Haus geprallt. Der Anhänger des 55-jährigen Fahrers aus Bochum konnte bis zum Nachmittag nicht aufgerichtet werden. Es bestand die Gefahr, dass der Hänger durch den großen Wind erneut umkippte und gegen das Haus stieß. Leicht war der Anhänger, der dem Wind eine gute Angriffsfläche bot, weil er Styropor-Platten gelagert hatte, berichtete Polizei-Pressesprecher Jürgen Dzuballe.

Wegen der Vollsperrung bildete sich am Morgen über einige Stunden ein langer Lkw-Stau auf der einen Seite bis zur Stadtgrenze Schwelm, auf der anderen Seite bis nach Rochollsberg. Später sperrte der Betriebshof die Stelle ab, und der Verkehr konnte einspurig an dem Lkw-Anhänger vorbei geleitet werden. Den Sachschaden bezifferte die Polizei mit etwa 10 000 Euro.

Parallel dazu hatte sich nur wenige Meter entfernt ein Lkw mit Anhänger auf einem Feldweg festgefahren. Ein umgekippter Anhänger wurde auch von der B 229 auf der Brücke über der Wupper-Talsperre berichtet. "Wir mussten aber nicht eingreifen", sagte Dzuballe.

Kurz nach 8 Uhr gab es einen Notruf aus der Feldstraße. Abgedecktes Dach lautete der Einsatzbefehl. Die Einheit Stadt und die Tageskräfte übernahmen den Auftrag. Wie sich später herausstellte, konnte die Feuerwehr den Zugang zum Einsatzort über die Industriestraße absichern. "Bei einem kleineren Unternehmen hatte sich Trapezblech vom Dach gelöst. Die einzelnen Bleche drohten vom Dach zu fliegen", berichtete Einsatzleiter Dietmar Hasenburg.

Die eingesetzten Feuerwehrleute holten die Bleche vom Dach auf den Vorplatz des Gebäudes. An dieser Stelle hatte die Feuerwehr vor einigen Wochen schon einmal tätig werden müssen. Beim ersten Sturm des Jahres am 10. Januar hatte die Freiwillige Feuerwehr die Trapezbleche vom Dach der Produktionshalle herunterholen müssen, weil sie sich durch den Sturm zu lösen drohten. "Wahrscheinlich sind die Bleche, da das Dach wohl etwas undicht ist, einfach wieder draufgelegt worden", vermutet Dietmar Hasenburg.

Da für Oberberg Sturmwarnung gegeben war und im Kreis alle Wehren in Alarmbereitschaft versetzt waren, richtete die Feuerwehr in der Hauptwache von 8 bis 10 Uhr eine Leitstelle (Fachbegriff Meldekopf) ein, in der Torsten Kleinschmidt von der Wehrführung die Einsätze koordinieren sollte. Es kam aber in Rade im Gegensatz zu anderen Kommunen nur ein weiterer Einsatz hinzu. Ein umgestürzter Baum hatte im Bereich Kaffekanne die Straße versperrt. Die Tageskräfte der Wehr zersägten ihn und konnten die Straße später wieder freigeben. Die Einheit Önkfeld musste gestern um 17 Uhr raus und in Im Kamp einen Baum zersägen.

Nichts mit dem Sturm zu tun hatte ein weiterer Einsatz an der Feldstraße. Dort lautete die Alarmierung "Person hinter Tür". "Wir konnten die Türe aufbrechen und die Person dem Rettungsdienst übergeben", sagte Dietmar Hasenburg.

Quelle: RP
 
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