| 00.00 Uhr

Radevormwald
Noch mehr neue Routen für Radfahrer

Radevormwald: Noch mehr neue Routen für Radfahrer
FOTO: Teifel, Udo (tei)
Radevormwald. Das "Trassen-Trio" ist komplett: Drei neue Rundtouren ("Aqualon"/"Dhünn"/"Wupper") sind fertig. Bis Juni sollen sie ausgeschildert sein. Eine neue Karte zeigt alle Radrouten durchs Bergische. Beim Trassenfest wird kräftig geworben. Von Sebastian Radermacher und Joachim Rüttgen

Bereits zur Eröffnung der Balkantrasse im April 2012 hatte sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Wermelskirchen das Ziel gesetzt, weitere Routen für Radfahrer im Bergischen Land zu etablieren, um vor allem einen Anschluss an den Rhein zu schaffen. Seit knapp fünf Jahren feilen der Fahrrad-Club, die Kommunen und die beiden Kreise im Bergischen an einem Konzept. Immer mehr Routen werden entwickelt, ausgeschildert und beworben.

Die neueste Entwicklung: Auch das "Trassen-Trio" ist komplett. Dahinter verbergen sich drei größere Rundtouren, die das bergische Motiv "Wasser" thematisieren: Neben der Aqualon-Runde, die im Vorjahr fertig wurde, werden nun auch die Dhünn- und Wupper-Runde offiziell beworben, berichtet Frank Schopphoff, Sprecher des ADFC Wermelskirchen. Bis zum Trassenfest am 5. Juni sollen auch diese Routen ausgeschildert und kräftig für sie geworben werden. Bestandteil sind dabei auch vier Strecken, die Radevormwald unmittelbar betreffen: Der Weg "R 6 - rund um Radevormwald und Wipperfürth" ist 41 Kilometer lang: Der erste Teil führt über aussichtsreiche Wege an den Rand der Hansestadt Wipperfürth. Von hier geht es über den Bergischen Panoramaradweg durch Hückeswagen und zur Wupper-Talsperre. Der Weg "R 1a" führt von Rade nach Hückeswagen mit seiner historischen Altstadt, um von dort über den Bergischen Panoramaweg zur Wupper-Talsperre zu gelangen. Weiter geht's über die ehemalige Bahntrasse der Wuppertalbahn. Der Weg "R 2" führt entlang von Ülfe und Wupper: Zunächst fahren die Radler vorbei am Ülfebad nach Dahlerau und zum ersten Höhepunkt der Tour, dem Wülfingmuseum. Danach geht es entlang der Wupper zum Staudamm und zur Panzer-Talsperre, von dort zurück an der Wupper-Talsperre über die ehemalige Wuppertalbahn nach Rade. Die Radroute "Wasserquintett" führt entlang kleiner und großer Talsperren über viele Kilometer ehemaliger Bahntrassen und durch Wipperfürth, Hückeswagen, Rade.

Frank Schopphoff ist froh über die Entwicklung des Radtourismus' in den vergangenen fünf Jahren. "Wir haben bereits viel erreicht", sagt er. "Es gibt noch sehr viel Entwicklungsbedarf." So müsse das Konzept weiterentwickelt werden. Es reiche nicht aus, nur ein umfangreiches und abwechslungsreiches Tourenangebot vorzuweisen. "Man muss Radfahrern etwas bieten. Man darf sie nicht enttäuschen, wenn sie nach Rade kommen", sagt der begeisterte Radfahrer. Als Vorbild nennt er Kommunen entlang des 230 Kilometer langen Ruhrtalwegs (verbindet Ruhrgebiet und Sauerland), die am Ortseingang- und -ausgang Radfahrer umfangreich mit Infos zu Gastronomie, Einzelhandel oder der Historie versorgen. Außerdem gebe es an vielen Knotenpunkten öffentliche Toiletten oder Sitzgelegenheiten für Gruppen.

So etwas wünscht sich der ADFC auch für andere Städte, zum Beispiel an neuralgischen Punkten. Das Knotenpunktsystem sei fertiggestellt, an manchen Stellen fehlen aber noch Übersichtstafeln.

Enorm wichtig für Radfahrer ist eine gute Orientierung. Der ADFC weist auf ein neues Angebot der Naturarena Bergisches Land ("Das Bergische") hin: Diese hat vor dem Start der Fahrradsaison eine neue, kostenlose Übersichtskarte herausgegeben. Darin werden 20 ausgeschilderte Radrouten, das neue Knotenpunktsystem der Radregion Rheinland sowie zwei Rennradrouten beworben. Alle Touren werden in kurzen Texten vorgestellt. Infos über Streckenlängen und ein Höhenprofil runden die Beschreibungen ab. Die Karte enthält die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele. "Das Angebot an ausgeschilderten Radrouten hat zugenommen. Vor allem die Panoramaradwege auf den stillgelegten Bahntrassen und die Zunahme an E-Bikes haben unsere Region für Radfahrer attraktiver gemacht", sagt Mathias Derlin, Geschäftsführer der Naturarena. "Das gesamte Bergische Land ist auf einem guten Weg. Wir müssen die Region bekannter machen und für uns werben", fordert Schopphoff. Dies soll auf Fachmessen erfolgen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Radevormwald: Noch mehr neue Routen für Radfahrer


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.