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Radevormwald
Nur eine Bewerbung für Pfarrerstelle bei Lutheranern

Radevormwald. Bekommt die Lutherische Kirchengemeinde einen dritten Pfarrer oder nicht? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Versammlung, zu der 50 Mitglieder gekommen waren. Von Marion Gerdel

Pfarrer Jürgen Buttchereyt erläuterte die Notwendigkeit für die Einstellung eines weiteren Pfarrers. "Die ganze Gemeinde hat die Schwierigkeiten erfahren, wie sich das Leben in der Gemeinde vollzogen hat, nachdem die Entscheidung gefallen ist, die dritte Pfarrstelle zu streichen", sagte er. In Beratung mit dem Kreissynodalvorstand sei man übereingekommen, für eine Optimierung der pastoralen Versorgung Sorge zu tragen.

Um zu verhindern, dass es durch die Finanzierung der neuen Stelle in anderen Bereichen zu Einbußen kommt, wurde mit spitzem Stift gerechnet. Dabei fiel das besondere Augenmerk auf den Zeitraum bis 2022, dem Jahr, in dem Buttchereyt aus dem aktiven Pfarrdienst ausscheiden wird. Als Ergebnis wurde der Antrag auf eine Dreiviertel-Pfarrstelle gestellt, der auch von der Landeskirche genehmigt wurde. Das Vorschlagsrecht liegt bei der Landeskirche. Nach der ersten Stellenausschreibung im Oktober wurde der Gemeinde aber nur ein Vorschlag unterbreitet.

Daraufhin wurde der Antrag gestellt, dass im Dezemberamtsblatt eine Wiederveröffentlichung der Stellenanzeige erfolgt. "Gleichzeitig haben wir die Bitte an die Landeskirche gerichtet, auf ihr Vorschlagsrecht zu verzichten", sagt Buttchereyt. "Wenn dieser Bitte entsprochen wird, gäbe es ganz andere Bewerbungsmöglichkeiten", sagt er - und glaubt, dass ab Februar oder März die Besetzung der Pfarrstelle erfolgen kann. "Erst nach einem Vorstellungsgespräch, einem Probegottesdienst und einer Probekatechese wird die Entscheidung fallen", erläuterte er die weitere Vorgehensweise. Bei der Vorstellung der neu zu wählenden Presbyter konnten sich bis auf zwei Kandidaten alle kurz vorstellen und ihre Intention erläutern. "Die Gemeinde hat sich in den vergangenen Monaten intensiv um weitere Kandidaten bemüht. Derzeit sieht es so aus, dass wir wohl keine Presbyterwahl haben werden, weil es genau die Zahl an Kandidaten gibt, die auch für das Presbyterium als Gemeindeentscheidungsträger benötigt werden", sagte Buttchereyt.

Da sich bis zum Ende der Versammlung keine weiteren Kandidaten meldeten, muss die Gemeinde dem Kirchenkreis nun glaubhaft versichern, dass sich trotz intensiver Bemühungen keine weiteren Interessenten gefunden haben. Am 30. November muss die Kandidatenliste weitergegeben werden. Der Kreissynodalvorstand entscheidet dann, ob auf weitere Anwärter verzichtet werden kann.

Für die Wahl zum Presbyter haben sich bislang beworben: Dieter Bartninkat, Sven Beckers, Hannelore Eggert, Frauke Finklenburg, Susanne Fischer, Birgit Flüs, Olaf Hofmeister, Uwe Kremers, Ulrike Scharwächter, Heinz Seifert und Reinhild Stursberg. Als geborene Mitglieder gehören Manuela Melzer und Jürgen Buttchereyt dem Presbyterium an. Als Mitarbeiterpresbyter stehen Martin Scheibner und Sabine Suppes auf der Liste.

Quelle: RP
 
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