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Radevormwald
Obergraben gehört Turbinenbetreiber

Radevormwald. Über den Obergraben wird in Dahlerau das Wasser für die Turbine im städtischen Haus des Wülfing-Geländes aus der Wupper abgeleitet. Nach dem Durchfluss durch die Turbine zur Stromerzeugung fließt das Wasser unter einem alten Lager auf dem hinteren Wülfing-Gelände in die Wupper zurück.

Auf Anfrage der AL hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung mit den Eigentumsverhältnissen für den Obergraben beschäftigt. Er und damit auch die angrenzenden Mauern stehen nach Auskunft der Verwaltung im Eigentum des Turbinenbetreibers, der seine Anlage nach einem Brand mit großem Aufwand hat sanieren lassen. Bei der Aufteilung des Geländes Mitte der 1990er Jahre war das Wülfing-Gelände aus der Konkursmasse vom Hauptgläubiger an mehrere Eigentümer verkauft worden. Das führte dazu, dass die Eigentumsverhältnisse sehr unübersichtlich sind.

Bemängelt wird, dass die Mauer rissig ist und für die Beseitigung der Schäden im städtischen Haushalt Mittel eingestellt worden sein sollen. Die Prüfung der Dichtigkeit des Grabens obliege dem Turbineneigentümer, sagten die Verwaltungsvertreter. Schäden an der Werkstraße müssten bei Instandsetzungen von den jeweiligen Eigentümern gemeinsam getragen werden. Kritisiert wurde auch, dass der Obergraben zu viel Wasser führt. Dazu wurde erklärt, dass die Genehmigung für den Wasserdurchfluss von der Bezirksregierung im Jahr 1999 erteilt worden ist. Das Staatliche Umweltamt Köln habe auch die Durchflussmengen für den Obergraben und die Restmengen für die Wupper bestimmt. Die Bezirksregierung soll jetzt angesprochen werden.

(wos)
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