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Radevormwald
Parc de Châteaubriant wird lichter

Radevormwald: Parc de Châteaubriant wird lichter
Der Platz rund um die historische Lampe soll erweitert werden und nach dem Umbau zum Verweilen einladen. FOTO: wos
Radevormwald. Die beiden Innenstadtparks an der Telegrafenstraße und zwischen Burg- und Hohenfuhrstraße werden 2017 umgestaltet. Das Rokoko-Gartenhaus soll nachts angestrahlt, der Zugang zur Hohenfuhrstraße offener werden. Von Wolfgang Scholl

Gartenbauer und Pflasterer werden nach der nächsten Winterperiode im Frühjahr Bäume kappen, Sträucher schneiden und neue Aufenthaltsflächen im Parc de Châteaubriant und im kleinen Park an der Burgstraße schaffen. Das ist die Planung der großen Mehrheit der Kommunalpolitiker. Der Bauausschuss hat dazu am Dienstag zwar keinen direkten Beschluss gefasst, aber den weiteren Fortgang festgelegt. Auf Vorschlag der SPD soll der Ausschuss für Kulturfragen vor einer endgültigen Entscheidung zum Auftrag der Ausführungsplanung vor Dezember noch gehört werden. Keine Zustimmung hätte wohl ein Vorschlag der SPD gefunden, eine weitere gemeinsame Sitzung von Bau- und Kulturausschuss nur zu diesem Thema einzuberufen.

Der Bauausschuss soll in der nächsten Sitzung am 1. Dezember die Details zur Ausführungsplanung beschließen, dann wird der beauftragte Planer die Ideen der Stadt in den Plan einfügen, so dass der Stadtrat am 13. Dezember endgültig entscheiden kann.

Die Umgestaltung der beiden Parks ist der letzte Abschnitt des großen Innenstadtumbaus, der 2012 am Marktplatz begann und dessen vierter Abschnitt zum Bau des Kreisverkehrs an Kaiser-/Uelfe- und Hohenfuhrstraße Ende September abgeschlossen wird. Das Land bezuschusst auch die Erneuerung der beiden Parks mit 70 Prozent.

Armin Henne, der beauftragte Architekt aus Wuppertal, erläuterte, dass beide Flächen stark zugewachsen sind und lichter werden sollen. So soll das Rokoko-Gartenhaus als Zentrum des Parc de Châteaubriant mehr betont werden, in dem es nachts angestrahlt wird. Sträucher um das Haus sollen geschnitten oder entfernt werden, und auf der Seite zum Wartburghaus soll eine größere Freifläche als Aufenthaltsfläche entstehen. Da die Zukunft der Nachbarfläche (Wartburghaus) ungeklärt ist, steht noch nicht fest, ob und wie es einen Zugang gibt. Um eine Abgrenzung zu erhalten, soll um den Park eine Rosenhecke gepflanzt werden. Wegen der Hochzeiten im Gartenhaus sei die Rose als "Symbol der Liebe" ideal. Die 14 historischen Gräber des ehemaligen Friedhofs sollen aufgewertet werden, da einige eingefallen sind. Auch soll der Zugang zur Hohenfuhrstraße vergrößert werden. Der Park an der Burgstraße erhält eine Bruchsteinmauer zur Hohenfuhrstraße hin, wird barrierefrei von der Burgstraße zu erreichen sein und soll einen zweiten Zugang zur Hohenfuhrstraße erhalten. Die Aufenthaltsfläche soll größer werden.

Armin Barg (UWG) und Rolf Ebbinghaus (AL) gaben zu bedenken, dass die Parks dauerhaft gepflegt werden müssen. Schon bisher sei es nicht gelungen, den alten Park zu pflegen. Auf Frage von Klaus Haselhoff (Rua) erklärte Burkhard Klein als Leiter des Bauverwaltungsamtes, dass die Hundetoilette wegfällt, weil sie nicht genutzt wird. Margot Grüterich (SPD) schlug vor, neben den Sitzgelegenheiten auch ein paar Tische für Spiele einzuplanen.

Bernd Bornewasser (Grüne) warnte vor einer weiteren Öffnung des Parks zur Hohenfuhrstraße, weil sonst alle zur Kirche über die Straße liefen. Das gelte auch für den Platz Burgstraße, weil es dort nur eine Überquerungshilfe an der Hohenfuhrstraße gebe. Saskia Ruckebier (CDU) schlug vor, einen Baum- und Pflanzenpfad einzurichten als Lernhilfe nicht nur für Schüler. Allgemein wurde für die Burgstraße gefordert, wurzelschonend im Umfeld der alten Blutbuche zu arbeiten. "Der Baum wird genau beobachtet", versicherte Armin Henne

Quelle: RP
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