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Radevormwald
Pfingstgottesdienst in die lutherische Kirche verlegt

Radevormwald: Pfingstgottesdienst in die lutherische Kirche verlegt
Pfarrerin Manuela Melzer sprach zu den Teilnehmern des Gottesdienstes, die sich in der Kirche an der Burgstraße versammelt hatten. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Nässe und Kälte verhindern Gottesdienst unter freiem Himmel am Wartburghaus. Dessen Zukunft bleibt ungewiss. Eigentlich sollte der Pfingstgottesdienst der Lutherischen Kirchengemeinde unter freiem Himmel auf dem Grundstück des Wartburghauses stattfinden. Von Flora Treiber

Pfarrerin Manuela Melzer entschied sich wegen Nässe und niedrigen Temperaturen allerdings dagegen und verlegte den Gottesdienst spontan in die Kirche an der Burgstraße. Den Gottesdienst feiern die Gruppen der Gemeinde jedes Jahr gemeinsam. Im Wechsel kommen die Gemeindemitglieder im Paul-Gerhard-Haus oder in der Innenstadt zusammen, um die Pfingstgeschichte neu zu erleben und das christliche Fest in einer Einheit zu feiern. Besonders voll war die Kirche allerdings nicht.

"Pfingsten ist oft ein schwieriger Termin, weil viele Menschen in den Urlaub fahren oder andere Verpflichtungen haben", sagte Melzer. Obwohl einige Konfirmanden an dem Gottesdienst teilnahmen, fehlten Kinder komplett. Das geplante Bastelangebot im Wartburghaus wurde abgesagt. Dabei würde Manuela Melzer gerne mehr Mädchen und Jungen aktiv einbinden. "Es ist wirklich schade, dass solche Angebote nicht genutzt werden. Das funktioniert im Paul-Gerhard-Haus, dank der Familienkirche, deutlich besser."

Neben der Kirche innerhalb des historischen Stadtkerns bildet immer noch das Wartburghaus im Anschluss an den Parc de Châteaubriant den Mittelpunkt des lutherischen Gemeindelebens. Wie lange das noch so bleibt, weiß Manuela Melzer nicht. Die Gemeinde bekommt jetzt Hilfe bei den Verhandlungen und Gesprächen um die Zukunft des Wartburghauses. "Der Kirchenkreis hat sich eingeschaltet und steht uns beratend und unterstützend zur Seite. Die ganze Sache nimmt langsam neu Fahrt auf, und wir stehen in mehreren Verhandlungen. Davon ist allerdings noch nichts spruchreif oder sicher", sagte Manuela Melzer. "Ein Verkauf ist möglich, aber es gibt auch die Möglichkeit eines Neubaus."

Auch an den städtischen Planungen rund um die Erneuerung der Weststadt hat sich die Lutherische Kirchengemeinde aktiv beteiligt und hofft im Zuge der Neuplanung und Erneuerung mehrerer Stadtteile in den nächsten Jahren auf eine neue Perspektive für das Wartburghaus an der Andreasstraße. Das wird die Gemeinde so lange nutzen, bis sich eine Alternative gefunden hat. "Wir können keine anderen Räume beziehen, also bleiben wir vorerst. Die großen Säle bleiben allerdings dauerhaft geschlossen", sagte Melzer. Weil die Gemeinde die finanziellen Mittel für die hohen Heizkosten nicht aufbringen kann, werden die Säle nicht genutzt.

Quelle: RP
 
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