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Radevormwald
Philipp Müller ist jetzt ganz offiziell dritter Pfarrer bei den Lutheranern

Radevormwald: Philipp Müller ist jetzt ganz offiziell dritter Pfarrer bei den Lutheranern
Auch beim Erlebnis-Bibeltag über "Josef, den Träumer" war Pfarrer Philipp Müller voll in seinem Element. Hier flechtet er mit Marlon und Clemens aus Stoff-Streifen einen Gürtel. FOTO: jürgen moll (archiv)
Radevormwald. Die feierliche Einsegnung erfolgte gestern in der Kirche an der Burgstraße. Die genaue Aufgabenverteilung wird in den kommenden Wochen noch festgelegt. Von Flora Treiber

Die Lutherische Kirchengemeinde wird seit gestern Nachmittag von drei Pfarrern geleitet. Philipp Müller wurde offiziell in die Gemeinde eingesegnet, nachdem er Manuela Melzer und Jürgen Buttchereyt bereits in den vergangenen zwei Jahren unterstützend zur Seite stand. "Ich bin 2014 in einer Notsituation als Vertretung für Pfarrer Buttchereyt nach Rade gekommen. Das kam für mich überraschend, aber ich bin glücklich über die Entscheidung", sagt Müller. Er ist in Radevormwald geboren und in Lennep aufgewachsen. Mittlerweile hat sich der 34-Jährige gut eingelebt und ist nah mit seiner Gemeinde zusammengerückt. "Wir haben zueinandergefunden, und die Gemeindemitglieder haben oft den Wunsch geäußert, dass ich bleibe."

Das bestätigt auch Manuela Melzer. "Er ist hier genau richtig. Für die Gemeinde ist es großartig, dass er bleibt", sagt die Pfarrerin. Die turbulenten Jahre, die in der Lutherischen Kirchengemeinde von Krankheitsfällen geprägt waren, hat Müller aufgefangen, sich um den Seelsorgebereich und um die Konfirmanden gekümmert. "Das war eine große Herausforderung für mich, weil ich vorher noch nie eine Gemeinde geleitet habe. Ich musste schnell schwimmen lernen, aber es hat funktioniert", sagte er.

Unterstützung bekam er von den Mitgliedern des Presbyteriums, die sich für seine Pfarrstelle eingesetzt haben. "Von der Größe der Gemeinde steht uns die Pfarrstelle zu. Wir mussten allerdings die Finanzierung sicherstellen, aber das ist uns gelungen", sagt Melzer.

Bei der Einsegnung gestern war nicht nur das Presbyterium, sondern auch Superintendent Hartmut Demski anwesend. Seine Predigt widmete Philipp Müller gestern dem Wort Gottes. Weiterhin in Rade arbeiten zu können, bedeutet dem Pfarrer viel. "Ich fühle mich hier heimisch und will die Gemeinde auf ihrem Weg begleiten."

Die genaue Aufgabenverteilung zwischen den drei Pfarrern ist zwar noch nicht festgezurrt, fest steht allerdings, dass Müller sich um den zweiten Pfarrbezirk kümmern wird, der unter anderem Feckinghausen, Önkfeld, Bergerhof und Teile der Innenstadt umfasst. "Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und die vielen neuen Erfahrungen", sagte er.

Manuela Melzer sieht die Besetzung der dritten Pfarrstelle nicht nur als Entlastung, sondern viel mehr als Bereicherung für die Mitglieder der lutherischen Gemeinde. "Wir können endlich wieder mehr Zeit in die pastorale Versorgung investieren und uns intensiver mit den Problemen und Fragen unserer Mitglieder auseinandersetzen."

Wenn Philipp Müller nicht gerade predigt oder am Schreibtisch sitzt, geht er gerne mit seinem Hund spazieren, fährt mit dem Mountainbike durchs Bergische Land oder segelt mit dem Faltsegelboot über eine der vielen Talsperren.

Quelle: RP
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