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Heisser Draht
Pilz zerstört zwei Kastanien

Radevormwald. Radevormwald (wos) Nachdem im Frühjahr in Herbeck die erste von zwei Kastanien gefällt worden ist, folgte in der vergangenen Woche auch die zweite. Anwohner Volker Barufke erklärt dazu, dass die Stadt im Jahr 2008 erklärt habe, den alten Baumbestand an der Herbecker Straße trotz einer neuen Wohnbebauung zu schützen. Die Stadt habe nichts getan, um die Bäume zu schützen, zum Beispiel durch eine Ummantelung. "Die Herbecker Straße ist ein gutes Beispiel dafür, wie man aus einer beschaulichen Anliegerstraße im Grünen im Laufe der Jahre eine Betonwüste errichten kann", meint Volker Barufke.

Für die Stadt erklärt die Umweltbeauftragte Sylvia Schwanke, dass beide Bäume abgestorben waren und deshalb aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten. "Die jetzt abgesägte Kastanie hat kein Laub mehr getragen", sagte sie. Hinzu sei gekommen, dass der Baum von einem stark zerstörenden Pilz, dem Austernseitling befallen war. Das sei ein holzzersetzender Pilz. Deshalb habe man im Frühjahr auch bereits den ersten Baum fällen müssen. Auch der zweite Baum habe sich nicht mehr erholt. Das Alter der beiden, in diesem Jahr gefällten Bäume schätzt Sylvia Schwanke auf 80 bis 100 Jahre. Es sei immer traurig, wenn alte Bäume gefällt werden müssten, vor allem, wenn sie als Hausbäume geliebt würden. Ältere Bäume seien leider aber oft auch anfällig für Krankheiten. Wenn die Wurzeln entfernt sind, sollen neue Bäume gepflanzt werden.

Quelle: RP
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