| 00.00 Uhr

Radevormwald
Plan sichert die Belange des Naturschutzes

Radevormwald. Radevormwald ist die vorletzte Stadt, für die der Oberbergische Kreis einen Landschaftsplan aufstellt. In der kommenden Woche am Montag, 25. April, wird im Bürgerhaus über den Plan berichtet. Wie Volker Scheffels-vom Scheidt vom zuständigen Amt für Planung aus Gummersbach erklärt, ist der derzeitig ausliegende Planentwurf mit Verwaltungsmitarbeitern der Stadt abgesprochen. Die Stadt habe der jetzigen Fassung auch mit der Abgrenzung von Außen- und Innenbereichen mit Wohnbebauung grundsätzlich zugestimmt. Erwartet werden vom Kreis deshalb auch keine Konflikte vor der Verabschiedung des Planes. Betroffen seien vornehmlich Gebiete weit weg von geschlossener Bebauung. Der Plan hat zum Ziel, für den Außenbereich außerhalb der Bebauungspläne die Entwicklungsziele festzulegen, um Tiere und Pflanzen dauerhaft zu schützen. Diese sind dann für die Behörden für deren Entscheidungen rechtlich bindend. Inhaltlich sind in den Plänen die Naturschutzgebiete festgeschrieben. Für Radevormwald werden ein paar kleinere Flächen hinzukommen. Vorgesehen sind als festgesetzte Naturschutzflächen ein Quellbereich, der in den Märkischen Kreis führt mit Brebachtal und Borner Berg, das Spreeler Bachtal, die Wupper mit ihrem Bett und einigen Randflächen, das obere Frebachtal, das Uelfetal mit einigen Nebentälern, die Bereiche Reebeck und Braaker Siepen und das Wiebachtal. Flächen im Bereich der Wupper sind bereits nach europäischem Recht als Fauna-Flora-Habitat (FFH) anerkannt und werden jetzt in das Landschaftsplanrecht überführt. Gerade im Bereich der Wupper in den Wupperorten seien nur die Bereiche aufgenommen, in denen es keine Bebauung gibt. Zum Naturschutzgebiet gehört aber zu großen Teilen der Flusslauf. Von Wolfgang Scholl

Darauf weist der Kreis hin: In den Naturschutzbereichen ist nicht alles verboten, Land- und Forstwirtschaft sind erlaubt mit geringfügigen Einschränkungen wie einigen Kahlschlagsregelungen zum Beispiel für Laubholz und Abholzung nur zu Zeiten außerhalb der Brutzeiten von Vögeln.

Die anderen Flächen des Außenbereichs sind von der Stadt bereits als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen, in denen Land- und Forstwirtschaft nicht eingeschränkt sind. Wichtig ist allerdings, dass es dort ein Bauverbot gibt. Die Stadt hat für die einzelnen Außenortschaften in den vergangenen Jahren bereits Grenzen für Bauflächen ausgewiesen. Die Pläne liegen noch bis zum 20. Mai im Rathaus aus.

Mo. 25. April, 18 Uhr, Foyer Bürgerhaus, Schlossmacherplatz; Infos im Internet. www.obk.de

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Radevormwald: Plan sichert die Belange des Naturschutzes


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.