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Radevormwald
Polizei erhöht den Fahndungsdruck

Radevormwald: Polizei erhöht den Fahndungsdruck
Polizeibeamte bei der Kontrolle in Herweg. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Der integrative Fahndungs- und Kontrolltag sollte Einbrechern signalisieren: Es wird kontrolliert.

Ein tödlich verunglückter Motorradfahrer in Reichshof, mehrere Schwerverletzte bei fünf weiteren Unfällen im Kreisgebiet, darunter drei schwerverletzte Erwachsene und eine lebensgefährlich verletzte Sechsjährige in Hückeswagen - die Einsatzbilanz der Polizei am Wochenende liest sich wie ein Horrorbuch. Die Polizisten waren im Dauerstress.

Und gestern ging es gleich weiter, denn in Oberberg waren Beamte der Verkehrsdienste, Wachen und Bereitschaftspolizei im Einsatz, um potenzielle Einbrecher aufzustöbern oder zumindest zu verscheuchen sowie, um Autofahrer aus dem Verkehr zu ziehen, die zu schnell oder mit dem Handy am Ohr unterwegs waren. Rader konnte gleich dreimal kontrolliert werden, in Bergerhof auf der B 229 mittags und nachmittags und in Herweg auf der B 483 nach Hückeswagen. "Oberberg ist prädestiniert für schwere Unfälle mit schlimmen Folgen", sagte Polizei-Sprecherin Monika Treutler. Dabei verwies sie auf das Wochenende, an dem viel los war auf den Straßen mit mitunter tragischen Folgen. "Hauptursache bislang war die überhöhte Geschwindigkeit", sagte sie. Jetzt komme die verbotene Nutzung des Handys am Steuer hinzu. Entsprechend legten die Polizisten ein Augenmerk auf solche auffälligen Fahrer.

Ebenso achteten sie auf verdächtige Fahrer. "Wir haben bei den Einbrüchen zwar rückläufige Zahlen", sagte die Polizei-Sprecherin. "Aber wir rechnen wieder mit einem Anstieg." Schließlich stünde die dunkle Jahreszeit bevor. Durch die Sonderkrontrollen erhofft sich die Polizei Erkenntnisse zu Fahrzeugen und Tätern. So baten die Beamten nicht nur um Papiere, sie warfen auch einen Blick ins Auto und den Kofferraum. Im Blick hatten sie auch Einbrecherwerkzeug und Diebesgut.

In Herweg hinter der Stadtgrenze hatten sich drei Polizisten aufgebaut, in Bergerhof eine Beamtin zeitweilig mit Maschinenpistole. In Herweg - mit neongelben Warnwesten von weitem sichtbar - fuhren alle angepasst. Dennoch traf es einige Autofahrer. Zunächst einen weißen Kastenwagen mit GL-Kennzeichen, wenig später einen grünen Sprinter aus Wuppertal. Beide Fahrer waren sichtlich irritiert. Doch nach einem kurzen Blick auf die Papiere und ins Fahrzeuginnere konnten sie ihre Fahrt fortsetzen. "Hier im Kreisnorden, in den ländlichen Gebieten, fallen auswärtige Kennzeichen oder Fremde auf", sagte ein Polizist. In den vergangenen Jahren seien verstärkt verdächtige Personen und Fahrzeuge über den Polizeiruf 110 gemeldet. Im Kreisnorden mit Rade und Hückeswagen gebe es viele Unfälle. Kein Wunder: Beide Kommunen liegen an "Einflugschneisen" für Motorradfahrer nach Oberberg.

(wos)
 
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