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Radevormwald
Polizei-Großeinsatz gegen Einbrecher

Radevormwald: Polizei-Großeinsatz gegen Einbrecher
Bitte mal den Kofferraum öffnen und die vorgeschriebene Warnweste zeigen: Beim länderübergreifenden Kontrolltag postierten sich die Polizeibeamten am Dienstag auch an der Elberfelder Straße in Radevormwald. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. In Uniform und in Zivil waren kreisweit 50 Beamte im Einsatz, um auch in Rade Verkehrsteilnehmer zu kontrollieren. An der Elberfelder Straße überprüften sie Papiere und Personalien und kontrollierten Kofferräume und Ladeflächen. Von Joachim Rüttgen

Großeinsatz der Polizei: Bei einem Fahndungs- und Kontrolltag überprüften 50 Beamte in Uniform und Zivil im Kreisgebiet bis zum frühen Dienstagabend die Verkehrsteilnehmer. In Radevormwald postierten sich die Polizisten für 90 Minuten an der Elberfelder Straße. Dort überprüften sie die Papiere und Personalien, ließen sich den Kofferraum bei Pkw oder Laderäume bei Lkw zeigen und achteten auch auf die Ausstattung, z.B. ob die vorgeschriebene Warnweste ordnungsgemäß an Bord ist.

"Die neben dem normalen Streifendienst agierenden, gebündelten Kräfte der Direktionen Verkehr, Kriminalität, Gefahrenabwehr/Einsatz sowie Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei erhöhen die Durchschlagskraft polizeilicher Kontrollen erheblich", teilte Polizeipressesprecher und Hauptkommissar Michael Tietze mit.

Ihr besonderes Augenmerk legten die Einsatzkräfte auf Personen, die erfahrungsgemäß als reisende Einbrecher in Frage kommen. Deshalb fand die Aktion auch nicht nur in Oberberg statt: Denn um solche Banden dingfest zu machen, wurde am 31. Oktober durch die Innenminister der Bundesrepublik Deutschland, der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen sowie durch Vertreter der Niederlande und Belgiens ein umfangreiches Maßnahmenpaket vereinbart - die sogenannte "Aachener Erklärung". Dazu gehören auch länderübergreifende Kontrollen. Die Aktion im Oberbergischen war Teil dieser Kontrollen, die landesweit bis 1. Dezember durchgeführt werden. Da sowohl die Handy-Nutzung am Steuer ein großer Risikofaktor ist, als auch unangepasstes Tempo weiter die häufigste Ursache für schwere Verkehrsunfälle ist, und das gerade auf Strecken außerhalb geschlossener Ortschaften standen diese Vergehen im Mittelpunkt. Ergebnisse In Bergneustadt wurde ein 37-Jähriger festgenommen, gegen den ein Untersuchungshaftbefehl vorliegt, er sollte gestern dem Amtsrichter vorgeführt werden. An einer Kontrollstelle in Gummersbach-Niederseßmar hielten die Beamten einen 44-jährigen Polen an, in dessen Transporter unverzollte Alkoholika und Zigaretten aufgefunden wurden. In Absprache mit dem Zoll stellten die Beamten die Waren sicher. "Ein Strafverfahren wird durch den Zoll in die Wege geleitet", berichtet Michael Tietze. Auf dem Verkehrssektor stellten die Beamten 184 Verkehrsverstöße fest. Einen 34-Jährigen hielten die Polizisten in Reichshof an. Da der Mann nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, musste er seinen Wagen stehen lassen; er blickt nun einem Strafverfahren entgegen. Bei einer Kontrolle auf der Lüdenscheider Straße in Wipperfürth verlief ein Drogenvortest bei einem 36-jährigen Autofahrer aus Kierspe positiv; er musste sich einer Blutprobenentnahme entziehen. Verstöße wegen verbotswidriger Handynutzung stellten die Beamten nur selten fest.

Dafür waren einige Autofahrer zu schnell unterwegs. Die höchste Überschreitung stellten die Beamten bei einer Kontrolle in Marienheide-Holzwipper fest. Statt der erlaubten 70 km/h wurde ein Fahrer dort mit 114 km/h gemessen.

Innerhalb geschlossener Ortschaften maß die Polizei die höchste Überschreitung in Hückeswagen-Dreibäumen; dort war ein Verkehrsteilnehmer mit 80 km/h statt der erlauben 50 km/h unterwegs.

Quelle: RP
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