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Radevormwald
Prinzenpaar dankbar für Erinnerungen

Radevormwald: Prinzenpaar dankbar für Erinnerungen
Das Kinderprinzenpaar lernte am Sonntag die Schull- und Veedelszöch in Köln in Rua-Kapaaf-Begleitung kennen und vertrat Radevormwald. FOTO: Lorenz/Rua Kapaaf
Radevormwald. Can Hombrecher und Isabelle Galinski blicken auf ereignisreiche und anstrengende Karnevals-Monate zurück. Das erste Kinderprinzenpaar der KG Kunterbund Rua Kapaaf freut sich allerdings jetzt auch auf mehr Freizeit. Von Flora Treiber

Gestern, am Rosenmontag, sind Can und Isabelle das letzte Mal als Radevormwalder Kinderprinzenpaar der KG Rua Kapaaf unterwegs gewesen. Angekündigt waren sie am Nachmittag im SWZ-Seniorenhaus. Für die Schüler der Sekundarschule ein Nachmittag, der von gemischten Gefühlen geprägt war. Während Can sich sehr darauf freut, wieder mehr Freizeit zu haben und mehr schlafen zu können, vermisst Isabelle ihre Rolle als Prinzessin der Karnevalsgesellschaft Rua Kapaaf jetzt schon.

Beide blicken positiv und dankbar auf die Monate als Prinz und Prinzessin zurück und haben ihre ganz eigenen kostbaren Erinnerungen auf der Reise durch Nordrhein-Westfalen gesammelt.

"Die Besuche im Landtag und beim Ministerpräsidenten waren etwas ganz Besonderes. Die Orden, die wir dort bekommen haben, sind auch meine Lieblingsorden", sagt Can. Der Elfjährige hat alle Kostbarkeiten, die er im Verlauf der Session verliehen bekommen hat, in einem Orden-Buch aufgehoben. Um sie alle aufzuhängen, reicht der Platz einfach nicht aus. "Ich kann sie auch nicht alle um den Hals tragen. Dann würde ich umkippen", sagt der Prinz und lacht.

Für ihn war die Zeit als Karnevalsprinz zwar meistens schön, aber auch stressig und ermüdend. "An vielen Tagen bin ich erst mitten in der Nacht ins Bett gekommen und musste viele Hobbys vernachlässigen. Ich freue mich jetzt darauf, wieder mehr Fußball zu spielen." Die Eltern von Can waren jeden Abend froh, wenn ihr Sohn wohlbehalten nach Hause gekommen ist. Sie haben Dirk Finger und den restlichen Betreuern des Kinderprinzenpaares ihr Vertrauen geschenkt.

Vertrauen fassen mussten auch Isabelle und Can. Sie kannten sich schon vor der Session als Klassenkameraden. Dass sie sich ursprünglich nicht gut leiden konnten, erzählen beide ehrlich. "Wir mochten uns nicht besonders gerne, aber jetzt sind wir befreundet und haben gelernt, miteinander umzugehen", sagt Isabelle. Sie hat es immer wieder eine Überwindung gekostet, auf die großen Bühnen zu gehen, vor Publikum zu sprechen und zu tanzen. Die vergangenen Monate haben sie selbstbewusster und offener gemacht. "Ich würde jetzt gerne eine kurze Pause, so ein oder zwei Wochen machen, und dann wieder Prinzessin sein. Ich werde es vermissen", sagt sie. Am glücklichsten hat sie die Reaktion des Publikums gemacht. "Menschen lachen zu sehen, war toll."

Beim Rua-Kapaaf-Frühstück am Sonntagmorgen im Restaurant "Zum Löwen" (Treffpunkt der Karnevalisten) freute sie sich noch einmal, in Ruhe mit ihrem gesamten Hofstaat Zeit zu verbringen, bevor die Session zu Ende geht. "Ich werde es auch vermissen, so viel Zeit mit meinen Freundinnen und den Mitgliedern von Rua Kapaaf zu verbringen. Ich würde gerne noch mal Prinzessin werden, wenn ich erwachsen bin." Ihr Kleid, ihre Krone und die vielen Orden werden Isabelle noch sehr lange an die aufregende Zeit als Karnevalsprinzessin von Radevormwald erinnern. Can konserviert diese Erinnerungen auch, würde aber nicht noch einmal Prinz werden. "Einmal Prinz zu sein, reicht. Aber ich bin glücklich, dass ich das alles erleben konnte."

Die Zeit als Kinderprinzenpaar hat Can und Isabelle viel gelehrt, sie selbstbewusster und aufgeschlossener gemacht und sie daran gewöhnt, mit Fremden ins Gespräch zu kommen. Auftritte und Interviews für die verschiedenen Medien gehörten genauso in die Session seit November wie lange Tage, viel Gelächter und zahlreiche unvergessliche Erfahrungen.

Quelle: RP
 
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