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Radevormwald
Profis kochen im Landgasthaus Honsberg

Radevormwald: Profis kochen im Landgasthaus Honsberg
Schneiden, rühren, schälen, filmen - die Kochprofis und das TV-Team im Landgasthof Honsberg im Einsatz (v.l.): Sarah Wiener, Frank Oehler, Nils Egtermeyer sowie Jürgen und Heike Goebel. FOTO: moll
Radevormwald. Von Sonntag bis Dienstag wurde in Radevormwald für die RTL II-Sendung "Die Kochprofis" gedreht. Im Mittelpunkt stand die Beziehung der Gastronomen zu ihren Gästen. Zum großen Abschlussessen kamen mehr als 100 Gäste. Von Flora Treiber

Jürgen und Heike Goebel haben den Landgasthof Honsberg Anfang des Jahres übernommen. Ihre Küche ist gut, das Ambiente stimmt, aber was ist mit der Beziehung zu den direkten Nachbarn und der Akzeptanz innerhalb der Dorfgemeinschaft? Das Gefühl, nicht zu 100 Prozent akzeptiert zu werden und auf Vorurteile zu stoßen, hat die Gastronomen in den vergangenen Monaten nicht losgelassen. Die Altgäste, die unter der Leitung des alten Wirts regelmäßig gekommen sind, blieben aus. Grund genug, um sich bei der Fernsehsendung "Die Kochprofis" zu bewerben und sich Hilfe von erfahrenen Köchen zu holen. Die Kochprofis krempeln regelmäßig ganze Küchen und Speisekarten auf links und mussten für die Dreharbeiten in Radevormwald umdenken.

"Die Küche hier ist toll. Hier hakt es an der Beziehung zwischen den Besitzern des Restaurants und den Anwohnern. Dieses Problem wollen wir lösen", sagte Susanne Diesner, Autorin der Folge. Die Kochprofis Frank Oehler und Nils Egtermeyer machten sich zunächst zusammen mit Gastköchin Sarah Wiener ein Bild von den Speisen und dem Service des Landgasthofes und reisten dann direkt in die Rader Innenstadt.

"Wir haben mit dem Bürgermeister und Bewohnern der Stadt gesprochen, Kontakte geknüpft und zu einem offenen Gespräch im Landgasthof eingeladen", sagte Aufnahmeleiter Behrus Yazdanfar. Während des Treffens im Landgasthof Honsberg konnten viele Vorurteile aus dem Weg geräumt werden,

Kritik und Lob wurde offen und sachlich geäußert - und Jürgen Goebel war froh über diese Aussprache. "Vor dem Gespräch war ich wirklich nervös, weil ich nicht wusste, was auf uns zukommt. Danach waren wir sehr erleichtert. Unsere Küche wurde gelobt, und alle Kritikpunkte lassen sich schnell aus dem Weg räumen." Bemängelt wurden vor allem kleinere Lücken im Service sowie fehlende Herzlichkeit bei der Begrüßung.

Am zweiten Tag der Dreharbeiten machte das Team Werbung für den Landgasthof, knüpfte noch mehr Kontakte und verteilte Einladungen für das große Abschlussessen am Dienstagabend.

Jürgen Goebel kam dabei mit vielen Radevormwaldern ins Gespräch, lernte dabei auch, auf Menschen zuzugehen und über seinen Schatten zu springen. In der Vergangenheit wirkte er oft schüchtern. "Wir haben unsere Atmosphäre mit den Kochprofis umgestellt und präsentieren uns jetzt noch herzlicher und familiärer. Unsere Gäste sollen sich bei uns wie zu Hause fühlen", sagte Goebel. Die Dreharbeiten in Radevormwald waren nicht nur für die Mitarbeiter des Restaurants aufschlussreich, sondern auch für das gesamte Produktionsteam und die Köche. "Die Menschen hier im Bergischen Land sind sehr streng, so habe ich das wahrgenommen. Freundschaften zu knüpfen, ist nicht leicht, und anfängliche Fehler kann man nur mit sehr viel Arbeit wieder ausbügeln", sagt Susanne Diesner.

An dem Abschlussessen nahmen mehr als 100 Gäste teil, um die Veränderungen im Landgasthof selber zu erleben. "Wir haben uns noch einmal neu vorgestellt, und ich glaube, das war für beide Seiten, für das Restaurant, aber auch für unsere Gäste, wichtig", sagte Goebel.

Wie "Die Kochprofis" in Radevormwald unterwegs waren, wird in diesem Herbst auf RTL II ausgestrahlt. Nervös ist Goebel deswegen nicht. "Vor den Dreharbeiten war ich der Sendung gegenüber skeptisch. Jetzt freue ich mich auf die Sendung und vertraue dem Team."

Quelle: RP
 
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