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Radevormwald
Rade schiebt Einbrechern den Riegel vor

Radevormwald: Rade schiebt Einbrechern den Riegel vor
Karikaturist Jürgen Tomicek hat eigens für die Polizei diese Karikatur gezeichnet und für die Aktion "Riegel vor" zur Verfügung gestellt. FOTO: tomicek
Radevormwald. Ein Einbruch kann das Gefühl von Sicherheit in den eigenen vier Wänden zerstören. Die Polizei im Oberbergischen Kreis startet die Aktionswoche "Riegel vor". Bei mehreren Veranstaltungen gibt sie praktische Hinweise zum Schutz. Von Henning Rasche

Irgendetwas ist anders. Der Pullover liegt nicht mehr auf dem Bett, sondern auf dem Fußboden. Die Schublade des Nachttischs steht sperrangelweit auf, und der Inhalt ist durcheinander gewirbelt. Zunächst sind da die Selbstzweifel. War man selbst es, der da etwas gesucht hat? Liegt der Schmuck nicht eigentlich ganz woanders und damit in Sicherheit? Irgendwann allerdings weicht die Unsicherheit einem Schock. Jemand Fremdes war in der Wohnung, hat alles durchsucht und die Kostbarkeiten eingesteckt. Es wurde eingebrochen.

Ein Einbruch verursacht naturgemäß einen hohen materiellen Schaden. Türen oder Fenster sind zerstört, Wertgegenstände fehlen, das Schloss muss ausgetauscht werden - all das kostet viel Geld und Nerven. Allerdings zerstören die Einbrecher auch etwas anderes Kostbares: die Privatsphäre. Nirgendwo ist das Gefühl der Sicherheit so groß wie in den eigenen vier Wänden. Mit einem Mal ist das vorbei.

Die Polizei im Oberbergischen Kreis veranstaltet deshalb wieder ab Montag, 24. Oktober, die Aktionswoche "Riegel vor". Mit mehreren Veranstaltungen will sie Schutzmaßnahmen gegen Einbrüche aufzeigen. Dass man sich davor schützen könne, zeige die Erfahrung: Inzwischen blieben 40 Prozent aller Einbrüche im Versuch stecken, sagt die Polizei. Technische Sicherungen an Fenstern und Türen, richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn können helfen, das Verbrechen zu verhindern.

Einbrecher kommen oft tagsüber, wenn üblicherweise niemand zuhause ist. Die Täter schlagen zu, während die Bewohner bei der Arbeit, in der Schule, beim Einkaufen oder in der Uni sind. Oftmals, berichtet die Polizei, erleichtert die Sorglosigkeit der Bürger die Tat. Manchmal werden Wohnungs- und Haustüren nur ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen, oder der Schlüssel in das vertraute Versteck unter der Fußmatte oder dem Blumenkasten gelegt. Gut erreichbare Fenster oder Balkon- und Terrassentüren blieben auf Kipp stehen - und erleichtern den Einbrechern den Eintritt in die Wohnung.

Die Polizei rät daher zu sicherheitsbewusstem Verhalten und einer soliden mechanischen Sicherungstechnik, also etwa zu Schutzbeschlägen oder Zusatzschlössern. Alarmanlagen hingegen, darauf weist die Behörde hin, verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn lediglich. Allerdings bieten sie eine Art Schutz, weil sich Einbrecher möglicherweise abgeschreckt fühlen könnten. Bei einem Einbruchsversuch in ein Haus an der Straße Wilhelmstal diese Woche schlugen übrigens Bewegungsmelder die Einbrecher in die Flucht. RADEVORMWALD Mittwoch, 26. Oktober, 10 bis 12 Uhr, Wochenmarkt. Eine mobile Wache der Polizei ist vor Ort. Beamte stehen allen Bürgern für Fragen bereit und geben Tipps und Hinweise zum Thema Sicherheit.

HÜCKESWAGEN Freitag, 28. Oktober, 10 bis 14 Uhr, Bahnhofsplatz 14 vor dem Bürgerbüro. Die mobile Beratungsstelle der Polizei berät Bürger beim Einbruchschutz. Auch Landrat Jochen Hagt ist vor Ort; außerdem wird ein Kooperationsvertrag mit dem Bauverein Wipperfürth unterzeichnet.

WIPPERFÜRTH Freitag, 28. Oktober, 10 bis 12 Uhr, Wochenmarkt. Beamte der Polizei stehen auch hier für alle interessierten Bürger für Fragen und Informationen bereit.

Quelle: RP
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