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Radevormwald
Rade stimmt sich auf den Advent ein

Radevormwald. Trotz des milden Novemberwetters sind die Radevormwalder guter Dinge, was die Vorweihnachtszeit angeht. Wo der Schnee noch fehlt, hilft man sich in der Bergstadt mit Dekoration weiter. Das offizielle Weihnachtsgeschäft beginnt jetzt. Von Wolfgang Weitzdörfer

Nach dem eisigkalten Intermezzo von vor ein paar Tagen hat zumindest das Wetter nicht mehr wirklich viel mit Advent und Vorweihnachtszeit zu tun. Allerdings rückt das Fest der Feste unbeirrbar näher und mit dem morgigen ersten Adventssonntag beginnt in den Innenstädten ganz offiziell das Weihnachtsgeschäft. So natürlich auch in Radevormwald. Und die Bergstadt hat sich schon fein dafür gemacht. Weithin sichtbar ragt bereits die große Tanne auf dem Marktplatz in den Himmel, die Weihnachtsbeleuchtung an den Häusern der Fußgängerzone kommt bei der früh einsetzenden Dunkelheit besonders schön zur Geltung - und beim Blumenhändler an der Ecke werden Tannengrün und Weihnachtsgestecke angeboten. Denn schließlich wollen auch die Rader ihre Häuser und Wohnungen rechtzeitig zum Beginn der Adventszeit schön dekorieren.

Dennoch: Hört man sich ein wenig in der Innenstadt um, stellt man fest, dass die Adventszeit bei den meisten Radern noch nicht ganz oben auf der Agenda steht. "Bei dem milden Wetter komme ich so gar nicht in richtige Weihnachtsstimmung", sagt eine ältere Frau zu ihrer Bekannten, mit der sie auf dem Wochenmarkt am Gemüsestand ins Gespräch vertieft ist. Die Bekannte stimmt ihr nickend zu, ergänzt aber schmunzelnd: "Wenn es dann aber Schnee und Eis gibt, dann meckern auch wieder alle nur über den Winter..." Ach ja, das liebe Wetter, möchte man da sagen, wie es auch ist, ist es falsch.

Auch Frank Kühnemond hat so seine Probleme mit der milden Witterung. Der 62-Jährige aus Leipzig ist zu Besuch bei Verwandten in Radevormwald und bummelt über den Wochenmarkt. "Schöner wäre es jetzt schon, wenn die ersten Schneeflocken lustig durch die Luft wirbeln würden", sagt der Rentner schmunzelnd und fügt an: "Aber man kann es sich eben nicht aussuchen." Zu Hause in Leipzig hat seine Frau das Haus schon in ein vorweihnachtliches Gewand gesteckt. "Wir haben viele Lichtergirlanden in den Bäumen in unserem Garten, dann kommt am Abend schon immer ein wenig Adventsstimmung auf, wenn wir die Lichter einschalten - auch ohne Schnee", erzählt er. Dann deutet er auf die Weihnachtsbeleuchtung an den Häusern und sagt: "Das werde ich mir am Abend auf jeden Fall auch noch einmal beleuchtet ansehen. Der Markt wirkt bestimmt richtig weihnachtlich", sagt er.

Insgesamt zufrieden zeigt sich Andrea Hoffeld, die mit ihrem Haus- und Gartenservice auch auf dem Wochenmarkt einen Stand hat. "So langsam fängt es mit der Vorweihnachtsstimmung jetzt doch an, wir sind schon seit zwei Wochen mit Tannengrün und Gestecken auf dem Wochenmarkt vertreten", sagt sie. Natürlich sei die Stimmung grundsätzlich bei trockenem Wetter besser, und auch sie höre immer wieder Klagen über das zu milde Novemberwetter. "Aber bei Regen huschen die Kunden natürlich nur schnell vorbei und kaufen nur das Nötigste auf dem Wochenmarkt ein", sagt Hoffeld, die mehr und mehr Vorbestellungen für fertige Gestecke und Adventskränze bekommt. "Die fertigen wir nach Kundenwunsch an, die Kunden kommen dann zu uns und holen ihre Bestellungen ab", bestätigt Hoffeld und ergänzt schmunzelnd: "Doch, bei uns ist der Advent auf jeden Fall bereits angekommen." Wenn nun auch noch Frau Holle ihre Kissen ordentlich über dem Bergischen ausschütteln würde, dann stünde einem stimmungsvollen Advent nichts mehr im Weg.

Quelle: RP
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