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Radevormwald
Rader Eltern wollen die Sekundarschule

Radevormwald: Rader Eltern wollen die Sekundarschule
In den Räumen der Städtischen Realschule, die sukzessive auslaufen muss, wenn die Sekundarschule eingerichtet wird, sollen die Jahrgänge sieben bis zehn unterrichtet werden. FOTO: hans dörner (archiv)
Radevormwald. Noch sind die Absichtserklärungen zwar nicht im Detail ausgewertet, aber die Tendenz ist eindeutig: Die Eltern der Dritt- und Viertklässler können sich vorstellen, ihre Kinder für die neue Schulform in Rade im Februar 2016 anzumelden. Von Joachim Rüttgen

Eine Woche lang hatten die Eltern der Dritt- und Viertklässler Zeit, ihre Absicht zu erklären - ob sie es sich generell vorstellen könnten, ihr Kind ab dem Schuljahr 2016/2017 an der neuen Sekundarschule in Radevormwald anzumelden. Eine Anmeldung war diese Absichtserklärung noch nicht. Britta Knorz vom Fachbereich Jugend und Bildung, die die Organisation federführend fürs Schulamt übernommen hat, hat die Fragebögen gestern ausgewertet. Ihr Fazit: "Die dringend benötigten 75 Eltern werden erreicht", verkündete sie gestern Mittag.

Die detaillierte Auswertung folge zwar noch, "aber im vierten Schuljahr kommen wir auf 100 Schüler, im dritten Jahrgang auf 80 Schüler", sagt Knorz. Die Wahlbeteiligung der Eltern lag bei 89 Prozent, "ein sehr erfreuliches Ergebnis", sagt Britta Knorz. Zur großen Infoveranstaltung in der vergangenen Woche waren nur 100 Eltern erschienen, das ließ auf ein geringes Interesse schließen. Denn die Stadt hatte immerhin 350 Eltern eingeladen. Aber die Mütter und Väter scheinen sich auch anderweitig informiert zu haben - Britta Knorz vermutet bei Elternabenden in den Schulen oder aber auch über die Homepage www.sekundarschule-radevormwald.de

Ihr sei es wichtig, dass die Sekundarschule in Radevormwald nach dem gescheiterten ersten Versuch im vergangenen Jahr jetzt doch ganz offensichtlich gewünscht ist.

Jetzt nimmt das übliche Prozedere seinen Gang: Der Schulausschuss beschäftigt sich in der kommenden Woche mit den Inhalten und der Organisation der neuen Schulform und soll die Entscheidung des Stadtrates, der am 29. September tagt, vorberaten. Inhaltlich geht es in dem Beschlussentwurf darum, dass die neue Sekundarschule ab dem Schuljahr 2016/2017 dreizügig sein soll (ergibt sich aus dem Schulgesetz), im Ganztag geführt, in der teilintegrierten Organisationsform ab Klasse sieben betrieben, in den Räumen der aufzulösenden und auslaufenden Haupt- und Realschule errichtet wird und den Namen "Städtische Sekundarschule Radevormwald" tragen soll (Vorschlag der Verwaltung).

Das pädagogische Konzept hat sich nicht verändert, leichte Veränderungen gibt es im Raumkonzept, das durch den Fachbereich Gebäudewirtschaft in Absprache mit den Schulleitungen der Haupt- und der Realschule neu überarbeitet wurde. Fest steht, dass die fünften und sechsten Schuljahre der neuen Sekundarschule im Gebäude der Hauptschule und die Jahrgänge sieben bis zehn in der Realschule untergebracht werden sollen. Auch die Kooperationsvereinbarungen mit Theodor-Heuss-Gymnasium und Berufskolleg Bergisch Land bleiben bestehen. Für den Schulausschuss noch nachgereicht werden muss der aktuelle Schulkonferenzbeschluss der Realschule, da die Konferenz fürs neue Schuljahr noch nicht gebildet wurde. Britta Knorz wird die Fragebögen der Eltern in den nächsten Tagen weiter im Detail auswerten. Da geht es vor allem um inhaltliche Fragen, die die Eltern zusätzlich beantworten konnten.

Der Rat der Stadt soll am Dienstag, 29. September, 16 Uhr, Bürgerhaus, Schlossmacherplatz, beschließen, ob Rade eine Sekundarschule bekommt. "Dieser Beschluss wird dann im November an die Bezirksregierung geschickt mit der Bitte um vorläufige Genehmigung. Liegt diese vor, startet im Februar 2016 das Anmeldeverfahren", erläutert Britta Knorz. Dieser Ablauf sei so im Schulgesetz festgelegt.

Quelle: RP
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