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Radevormwald
Rader SPD weiter gegen eine Groko mit der CDU

Radevormwald. Die SPD-Mehrheit auf dem Bundesparteitag in Berlin hat am Donnerstag für Gespräche mit der Union gestimmt, um auszuloten, wie eine Zusammenarbeit in der nahen Zukunft aussehen könnte.

Schon kurz nach der Bundestagswahl hatte sich der SPD-Vorsitzende Dietmar Stark eindeutig gegen die Erneuerung der großen Koalition im Bund mit der CDU ausgesprochen. Nachdem er diese Meinung nach dem Ende der Jamaika-Verhandlungen erneut geäußert hatte, sieht er jetzt zum gestrigen SPD-Parteitag keinen Anlass, seine Meinung zu ändern. Die NRW-SPD hatte am Donnerstag durchgedrückt, dass es nach den Sondierungen einen weiteren Sonder-Bundesparteitag geben wird, auf dem dann über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen abgestimmt werden soll.

Stark sieht sich gestützt in seiner Meinung "durch 98,5 Prozent der Mandatsträger" seiner Partei in der Stadt. Klar sei, dass man sowohl im Parteivorstand als auch in der Fraktion über dieses bundespolitische Thema gesprochen habe.

Die ins Gespräch gebrachte Mitgliederversammlung sieht Stark noch in weiter Ferne, weil sie erst geplant sei, wenn es eine Vereinbarung gibt, über die abgestimmt werden kann. Die aktuellen Diskussionen sieht Stark vom Ergebnis her erst einmal eher skeptisch. "Es gibt mehrere Varianten, die sich aus den Gesprächen heraus ergeben können", sagt der SPD-Vorsitzende. Man sei aber erst am Anfang der gesamten Diskussion, weil man in die konkreten Gespräche ja noch gar nicht eingetreten sei. Stark ist der Meinung, dass unter einer großen Koalition die Glaubwürdigkeit der Partei leiden würde.

(wos)
 
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