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Radevormwald
Rader über Abfallentsorgung aufklären

Radevormwald: Rader über Abfallentsorgung aufklären
Abfallberater Gerhard Lützel gab im November 2015 Hinweise zur Müllentsorgung. Solche Informationskampagnen müssen ständig wiederholt werden, um das Bewusstsein der Menschen zu erreichen. FOTO: nico hertgen (archiv)
Radevormwald. Es ist zwar nicht schwierig, aber ein paar Dinge müssen die Rader schon beachten, wenn sie ihren Müll entsorgen. Das klappt nicht immer - wie in der Südstadt, wo sich Abfall teilweise bis zum Bürgersteig türmt, wie eine Leserin kritisiert. Von Joachim Rüttgen

Der Anblick ist ekelhaft. Wenn Marga Schuster einen Spaziergang vorbei an den Mehrfamilienhäusern in der Südstadt macht, fällt ihr eine zunehmende Vermüllung auf. "Da liegt der Abfall seit Wochen teils bis zum Bürgersteig", sagt sie. Für Fußgänger sei das eine sehr unappetitliche Angelegenheit. "Ich bin selber Hausbesitzerin und würde von der Stadt sicher angeschrieben, wenn vor meinem Haus so ein Zustand herrsche", sagt sie. Deshalb appelliere sie an die Stadt, hier "am Ball zu bleiben" und auf den Hauseigentümer einzuwirken. "Es kann immer mal was liegenbleiben, aber nicht ständig. Es gibt in der Südstadt keinen müllfreien Tag", sagt sie. Das ist ein Problem, das Jochen Knorz, Leiter des Ordnungsamtes, kennt. "Grundsätzlich zuständig ist der Bergische Abfallwirtschaftsverband", sagt er. Allerdings habe es zu der Müllproblematik in der Südstadt bereits einige Gespräche mit dem BAV gegeben. Man plane gemeinsame Aktionen, um die Situation besser in den Griff zu bekommen, kündigt Knorz an. Auch die Ansprache an den Vermieter soll intensiviert werden, was ein schwieriges Unterfangen ist, weil von dieser Seite bislang keine Reaktion erfolgte. Bereits gelaufen seien Kampagnen, bei denen mehrsprachige Infos zur Müllentsorgung in den Häusern verteilt worden seien. Ähnliche Probleme gebe es auch Auf der Brede und an der Hochsteinstraße. "Wir müssen das Bewusstsein der Bewohner erreichen", sagt Knorz. Die Schiene nur über den Vermieter reiche nicht aus. Unter Federführung des BAV werde es weitere kooperative Maßnahmen geben. Als "tägliche Arbeit" bezeichnet Christoph Rösgen, Leiter der Abfallwirtschaft beim Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV), die Aufklärung über die Abfallentsorgung. "Im Abfuhrkalender können die Bürger Infos zur Müllabfuhr lesen, außerdem erfolgt über die Versendung der Gebührenbescheide ein Anschreiben. Weiter geben wir Hinweise zur Sperrmüllabfuhr und erklären das Prozedere der Anmeldung", berichtet er. Das müsse man immer wiederholen.

An den Brennpunkten in Radevormwald würden regelmäßig Flyer in die Briefkästen geworfen, um gezielt zu informieren. "Aber in den Häusern stoßen wir auf verschiedene Kulturen. Die Menschen müssen unsere Hinweise lesen und verstehen", sagt Rösgen. Und da gehe es nicht nur um ausländische Mitbürger. Das Entsorgungssystem, das gut funktioniere, bezeichnet Rösgen als sehr differenziert. Allerdings müssten die Menschen einiges beachten. Biomüll, Glas, Papier, Restmüll - die Mehrzahl halte sich an geltende Regeln.

Wer das nicht tut, wird ab 9. Mai Probleme bekommen, denn ab dann werden die Biomülltonnen in Radevormwald kontrolliert. Rösgen: "Wir erreichen mit unseren Informationen immer einen gewissen Prozentsatz an Bürgern, aber wenn wir das nicht tun würden, wäre die Situation noch viel schlimmer."

Rösgen betont, dass der BAV auch in der Südstadt regelmäßig die Tonnen entleere und den Müll abfahre. Man stehe in gutem Kontakt zu den Hausmeistern und fahre auch schon mal außerhalb der festgeschriebenen Zeiten den Müll ab.


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Quelle: RP
 
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