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Radevormwald
Zwei Verletzte nach Gasunfall bei GKN

Radevormwald: Zwei Verletzte nach Gasunfall bei GKN
Bei Wartungsarbeiten auf dem Gelände der GKN ist es am Donnerstagmorgen zu einem Gasunfall gekommen. FOTO: wos
Radevormwald. An der Dahlienstraße bei GKN Sinter Metals sind am Donnerstagmorgen bei einem Gasunfall zwei Arbeiter verletzt worden. Sie mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Ursache war ein zu hoher Argon-Anteil in einem Produktionsbehälter. Von Wolfgang Scholl

Ein Arbeiter war bereits bewusstlos, ein zweiter, der seinem Kollegen helfen wollte, konnte von GKN-Mitarbeitern davor bewahrt werden. Er hatte aber schon Anzeichen von zu wenig Sauerstoff im Blut. "Die Mitarbeiter von GKN haben sehr schnell und sehr gut reagiert, haben Sauerstoff in den Behälter geschossen und dadurch dessen Anteil sofort massiv erhöht", sagte Torsten Kleinschmidt von der Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr.

Die war um 9.38 Uhr an die Dahlienstraße gerufen worden. Rettungskräfte und Notarzt untersuchten die beiden Arbeiter und brachten sie in ein Krankenhaus. Einer blieb zur Beobachtung dort, einer konnte später wieder entlassen werden. Wegen des Austretens von Gas alarmierten die zuerst am Einsatzort ankommenden Feuerwehrleute aus Wellringrade die Einheit Herbeck, die ein spezielles Messgerät im Wagen hat. "Wir haben das Argon in dem Behälter gemessen", sagte Kleinschmidt, der mit weiteren 27 Kameraden vor Ort war.

Der Behälter war etwa einen Meter tief und hatte einen Durchmesser von etwa 1,30 Metern. Wegen der Messergebnisse alarmierte die Rader Wehr einen Spezialtrupp aus Lindlar, der für den Norden des Kreises mit besonderen Messgeräten für Gas-, Chemie-, Strahlen- und biologische Unfälle ausgestattet ist. Die Spezialisten stellten später weitere Messungen an. "Dabei hat sich herausgestellt, dass das Argon wohl in einem Zwischenboden konzentriert war", sagte Wehrführer Wilfried Fischer, nachdem die Messergebnisse ausgewertet waren.

Argon ist ein Edelgas, das schwerer ist als Sauerstoff. Es fällt damit nach unten. Die eigentlichen Wartungsarbeiten sollten am Mittwochabend bereits abgeschlossen gewesen sein, berichtete Kleinschmidt.

Zu dem Unfall kam es, als Geräte in den Behälter wieder eingebaut wurden. Zu den Gründen, warum in dem Behälter die Argon-Konzentration zum Zeitpunkt des Unfalls so hoch war, wurden Ermittlungen aufgenommen. Eingeschaltet ist auch das Amt für Arbeitsschutz, das mit Mitarbeitern vor Ort war.

"Wir können zur Ursache zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen, die Untersuchungen in diesem Produktionsbereich dauern noch an", erklärte GKN-Personalleiter Thorsten Stemmermann.

 

 

 

 
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