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Radevormwald
Radevormwalder Kreuzweg zwischen den vier Kirchtürmen

Radevormwald. Der Ökumenische Kreuzweg der Jugend zog am Freitagabend nur wenige Jugendliche an. Die mehr als 80 Besucher setzten sich zum größten Teil aus den erwachsenen Kirchgängern der teilnehmenden Gemeinden zusammen. Freitag vor Palmsonntag wandern nicht nur deutsche Christen auf dem Kreuzweg, sondern auch die in Österreich, der Schweiz, Holland und Luxenburg.

Zu dem Thema "Wo bist du!" durchliefen die Christen vier verschiedene Stationen, auf denen sie Fotografien der Via Dolorosa in Jerusalem begegneten. Diese Straße, die Jesus vor seiner Kreuzigung gehen musste, ist heute nicht mehr durchgehend als Leidensweg zu erkennen. Auf der Via Dolorosa ist der Alltag eingezogen, aber kleine Zeichen erinnern immer noch an die Kreuzigung von Jesus.

Für die Radevormwalder begann der Kreuzweg in der Martini-Kirche an der Uelfestraße. Pastor Johannes Dress erinnerte an das übergeordnete Anliegen des Ökumenischen Kreuzweges. "Wir wollen Jesus auf seinem Leidensweg folgen und seine Spuren auf unserem eigenen Lebensweg entdecken." Das Lied "Wo bist du, Gott, in unserm Leben" begleitete die Christen über den gesamten Kreuzweg. An jeder Station wurde das Lied, das nach dem Wirken Gottes in unserem Alltag fragt, gemeinsam gesungen. "Junge und alte Menschen können an ihrem Leid zerbrechen. Leid prägt unsere Biografie", sagte Dress.

Mit dem bunten Kreuz voran wanderten die Teilnehmer anschließend zur katholischen Kirche St. Marien und im Anschluss daran zur Reformierten Kirche am Marktplatz. Dort symbolisierten viele selbstgebastelten Kreuze der evangelischen Jugend die Leiden und Sünden der Menschheit. Sie erinnerten an Kriege, Terror, Naturkatastrophen und humanitäre Katastrophen. "Wo bist du!" ist die Frage, die wir Gott in solchen Situationen stellen. Eine Diashow erinnerte an das Leiden der Menschheit in den vergangenen 100 Jahren. Bevor der Kreuzweg im Wartburghaus endete, besuchten die Teilnehmer die Lutherische Kirche an der Burgstraße.

Pfarrer Philipp Müller hatte den Kreuzweg federführend organisiert und sich für die Gestaltung der Station eingesetzt. "Wir wollen den Leidensweg so gut wie möglich nachempfinden und ihn auf unser Leben beziehen. Es ist jedes Mal ein bewegender und gleichzeitig schöner Abend", sagte der Pfarrer der Lutherischen Kirchengemeinde.

(trei)
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