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Radevormwald
Randale und Müll trüben Partystimmung

Radevormwald: Randale und Müll trüben Partystimmung
Sicherheitskräfte informierten in der Nacht zu Samstag die Polizei wegen Randale in der Innenstadt - am Samstag war der Marktplatz zugemüllt. Die Schatzsuche für Kinder verzögerte sich um Stunden, weil zunächst etliche Glassplitter aus dem Sand entfernt werden mussten. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. In der Nacht zu Samstag gab es auf dem Marktplatz Randale und Polizeieinsätze. Morgens war der Bereich zugemüllt. Die Schatzsuche für Kinder musste verschoben werden, weil erst Glassplitter aus dem Sand entfernt werden mussten. Von Flora Treiber

Auf dem Marktplatz strandeten am Wochenende nicht nur viele Besucher, um die entspannte Atmosphäre mitten in Radevormwald zu genießen, sondern auch jede Menge Müll - und zwar neben den Mülleimern. Die Plastikbecher der Veranstaltung wurden den Fußgängern am Samstagmorgen, pünktlich zum Wochenmarkt und dem Flohmarkt des Ferienspaßes, durch den Wind entgegengetrieben.

Die Fläche rund um "Rade karibisch" war vermüllt, die Stimmung dementsprechend angespannt. Viele Fußgänger, besonders die Besucher des Flohmarktes auf der Kaiserstraße und dem Schlossmacherplatz, ärgerten sich über die verdreckte Innenstadt.

In der Nacht zu Samstag hatten viele Radevormwalder auf dem künstlich angelegten Sandstrand gefeiert. Die Stimmung war gut, die Fläche voller Besucher. "Hier war wirklich sehr viel los. Gegen 0.30 Uhr haben wir dann aber aufgeräumt und die Veranstaltungsfläche verlassen", sagte Louisa Noack, Mitarbeiterin des Veranstalters "Beach Projekt". In der Nacht wurde der Marktplatz dann von Sicherheitskräften bewacht.

Die Polizei berichtete am Samstagnachmittag auf Nachfrage unserer Redaktion von vereinzelten Einsätzen in Rade. Ein Anruf sei von dem Sicherheitspersonal wegen Randale getätigt worden, verletzt wurde dabei niemand. "Auf das, was in der Nacht passiert, haben wir keinen Einfluss. Die Randalierer haben viel vermüllt, dafür können wir nichts", sagte Nassiem Albosta von "Beach Projekt".

Die geplante Schatzsuche für Familien mit Kleinkindern musste am Samstag weit nach hinten verschoben werden, weil der Sand zunächst von Glassplittern gereinigt werden musste. Die Mitarbeiter des Veranstalters fegten den Strand, der Betriebshof reinigte die Innenstadt am späten Nachmittag. Zu spät, meinte Jörn Ferner, der am Wochenende am Bereitschaftstelefon des Ordnungsamtes saß. "Der Veranstalter hätte sich in den frühen Morgenstunden darum kümmern sollen, dass der Marktplatz sauber ist, auch außerhalb des Strandes. Für nächste Veranstaltungen dieser Art muss auch die Planung des Betriebshofs überdacht werden", sagte er: "All diese Aspekte werden wir in der Nachbesprechung thematisieren. Ich kann verstehen, dass sich viele Bürger beschwert haben."

Anderer Meinung war Robert Hazzan, Sänger und Partygänger aus Radevormwald. "Es ist doch toll, dass Rade tatsächlich lebt. Wo gefeiert wird, entsteht leider Dreck. Aber unsere Stadt ist danach, auch wenn es einen Tag dauert, wieder sauber. Ich verstehe die Aufregung nicht", meinte er. Nach dem schwierigen Start in den Samstag wurde es dann abends wieder voll auf dem Sandstrand. Die Besucher tanzten zu Live-Musik, dazu gab es Cocktails und leckere Snacks.

Die Mitarbeiter des Veranstalters "Beach Projekt" werten "Rade karibisch" trotz der schwierigen Rahmenbedingungen als Erfolg. "Hier war an jedem Abend sehr viel los. Nach unserer Premiere im vergangenen Jahr wissen die Rader, was sie auf keinen Fall verpassen dürfen", sagte Louisa Noack.

Ob sich die Radevormwalder Innenstadt auch im kommenden Jahr wieder für einige Tage in die Karibik verwandelt, konnte der Veranstalter noch nicht sagen. Ausschlaggebend wird wohl auch die Nachbesprechung mit Vertretern der Stadtverwaltung sein.

Quelle: RP
 
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