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Radevormwald
Realschule startet mit 500 Schülern

Radevormwald: Realschule startet mit 500 Schülern
Claus Peter Wirth ist jetzt offiziell Konrektor der Realschule. FOTO: Jürgen Moll (Archiv)
Radevormwald. Elf Inklusionsschüler von der Stufe fünf bis zehn werden ab heute betreut. Von Wolfgang Scholl

Die ersten drei Schüler hatten am Montag ihren Erfolg an der Realschule. "Sie haben die Nachprüfung bestanden", sagt Realschulleiter Ralf Grünewald. Für das heute beginnende Schuljahr berichtet er von einigen Lehrerzuweisungen. Seit den vergangenen Monaten bis jetzt dazugekommen sind Rani Pynadath (Englisch, Katholische Religion), Pia Nicolini (Mathe, Musik), Petra Neußer (Kunst, Biologie), Wendy Höcht (Englisch) und Verena Weber als Sonderpädagogin der Armin-Maiwald-Schule. Sie teilt sich mit Jörg Siebers 28 Stunden Förderung für insgesamt elf Schüler in den Stufen fünf bis zehn. "Wir erhalten eine große Unterstützung der Stadt für die Inklusion und können uns den Herausforderungen stellen", sagt Grünewald. Als sehr wichtig sieht er an, dass die Stadt frühzeitig präventiv tätig wird und bei Problemen die Wege in der Stadt sehr kurz sind. Celal Kaya unterrichtet zudem vier Stunden Türkisch an der Realschule und ist auch am Theodor-Heuss-Gymnasium tätig. Damit ist der Rektor grundsätzlich sehr zufrieden, auch wenn seine Schule noch mit einer halben Stelle unterbelegt ist. Claus Peter Wirth ist jetzt offiziell Konrektor.

Die Schülerzahl wird sich bei etwa 500 einpendeln. Dabei rechnet Grünewald auch mit Flüchtlingen. "Es könnten drei werden", sagt er. Bei den 97 neuen Fünftklässlern hat die Schule etwa 20 mit Hauptschulempfehlung aufgenommen. "Das ist eine große Herausforderung, der wir uns aber stellen, weil wir uns darauf vorbereiten konnten", sagt Grünewald, der die gute Kooperation mit der Bezirksregierung lobt, die die Schule bei der Inklusion und der Förderung ebenfalls unterstützt. Es gehe Radevormwald besser als anderen Städten. Zwei Schüler aus der Fünf des vergangenen Jahres haben das Ziel nicht erreicht und sind zu Hauptschulen gewechselt. "Bei einem der beiden Schüler kam auch ein Umzug dazu", sagt der Rektor, der bei einigen Fünfer-Schülern eine gute Entwicklung sieht. "Sie sind eine positive Überraschung", sagt er. Den Spagat zwischen schlechteren und besseren Schülern versucht die Schule aufzufangen, indem sie Förder- und Forderunterricht anbietet.

Eine wichtige Verbesserung sieht Grünewald in einem besseren Kontakt zu den Grundschulen. "Wir tauschen uns inzwischen viel besser mit den dortigen Schulleitungen aus. Das Netzwerk funktioniert", sagt der Realschulleiter. So etwas gehe nur, wenn alle zusammenarbeiteten. Dazu gehören auch die Eltern. Besonders bei emotionalen Schülerproblemen gelte es, ins Gespräch zu kommen.

Neben der Inklusion sieht Grünewald in der Berufswahlvorbereitung ein großes Plus. Für Lehrer, Eltern und Schüler sieht er die Aufgabe, die Kooperation mit außerschulischen Partnern wie Sozialpädagogen, Sonderpädagogen oder Unternehmen zu verbessern. "Ich sehe uns auf einem guten Weg", sagt er. Unterstützt werde dies durch die Umbauarbeiten an der Schule.

Entsprechend des Medienkonzeptes kann die Schule jetzt mit neuen Beamern und Notebooks in 20 Klassenräumen didaktisch moderner ansetzen. In der Lehrerkonferenz sollen dazu weitere Weichen gestellt werden. Präsentieren möchte die Schulleitung im September die erste CD der Popmusik-Klasse. "Das ist auch ein schönes Ergebnis unserer Arbeit", sagt Grünewald.

Quelle: RP
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