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Radevormwald
Regina Nickisch fördert Musikernachwuchs

Radevormwald: Regina Nickisch fördert Musikernachwuchs
Seit 2011 dirigiert Regina Nickisch das Kinder- und das Jugendorchester. Sie sorgt für einen kontinuierlichen Aufbau. FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. Das langjährige Mitglied des Feuerwehrorchesters macht schon die Kleinsten mit Musik vertraut. Sorgenfalten durch lange Schulzeiten. Von Marion Gerdel

Gemeinsam zu musizieren und Spaß daran zu haben, das ist Regina Nickisch (43), der Dirigentin der Rader Feuerwehr-Musikjugend, das Wichtigste an ihrer Arbeit. 2011 hat sie das Jugendorchester und im November des gleichen Jahres auch das Kinderorchester übernommen.

Damit die Orchester auch immer wieder mit Nachwuchsmusikern versorgt werden, werden bei der Feuerwehr schon die Kleinsten mit Musik vertraut gemacht. Mit 18 Monaten können die "Musikmäuse" den ersten Kontakt zur Musik erfahren, bevor sie zwischen vier und sechs Jahren in die musikalische Früherziehung wechseln.

"Hier lernen sie die ersten Instrumente kennen", erklärt Regina Nickisch. "Sie können dabei einfach alles ausprobieren und so herausfinden, welches Instrument ihnen am besten gefällt."

Nach diesen ersten Kontakten mit der Musik entscheiden sich die meisten Kinder spätestens mit acht Jahren für das Instrument ihrer Wahl. "Diese Entscheidung sollte man den Kindern auch selber überlassen", sagt Regina Nickisch aus Erfahrung. "Nur wenn sie selbst spielen wollen, bleiben sie auch dabei. Natürlich versuchen wir ein bisschen, das Kind zu dem Instrument zu lenken, von dem wir überzeugt sind, dass es ihm am besten liegt, aber die letztendliche Entscheidung muss das Kind selber treffen."

Nach etwa zwei bis drei Jahren Musikunterricht haben die Kinder die Möglichkeit, in das Kinderorchester einzutreten. "Dann ist jeden Freitag Orchesterprobe, neben dem normalen Musikunterricht, den Kinder zusätzlich haben", sagt die Dirigentin. Dieser nicht unerhebliche Zeitaufwand, neben dem notwendigen täglichen Üben, ist mit ein Grund dafür, dass das Feuerwehrorchester dringend weitere Musiker sucht. "Die seit einigen Jahren erheblich längeren Schulzeiten lassen vielen Kindern nicht mehr genügend Zeit für Aktivitäten neben der Schule", ist die Dirigentin überzeugt.

Wer vom Kinder- zum Jugendorchester wechseln möchte, muss über den Zeitraum von rund 20 Wochen noch eine weitere wöchentliche Übungsstunde investieren. In dieser Zeit müssen die Kinder den Bronzelehrgang (D1) und die Jugendlichen den Silberlehrgang (D2), absolvieren in dem sie Musiktheorie wie Notenwerte, Tempobezeichnungen und Akkorde lernen.

"Obwohl sie wissen, dass sie im Anschluss des Lehrgangs eine theoretische und praktische Prüfung absolvieren müssen, sind alle richtig heiß darauf, den Lehrgang zu absolvieren, um in die nächste Orchestergruppe aufzusteigen", freut sich Regina Nickisch. "Da gehört schon was dazu", lobt sie die Kinder, aber auch die Erwachsenen, die neu anfangen oder wieder einsteigen und sich dieser Prüfung unterziehen. "Unser Ziel ist es, dass alle durchkommen. Wir Lehrer sind natürlich stolz, wenn unsere Schützlinge bestehen und die Motivation haben, weiter zu machen. Bisher haben alle bestanden."

Auf diesem Weg haben in diesen Sommer acht Schüler den Weg vom Kinder- ins Jugendorchester und zehn Musiker den vom Jugend- zum großen Orchester geschafft. Das bedeutet aber für das Jugendorchester auch, dass zwei Musiker weniger zu ihnen gewechselt sind als sie ans große Orchester abgegeben haben. Und auch beim Kinderorchester sind nur fünf neue Kinder nachgerückt. "Das ist natürlich nicht ideal", sagt Regina Nickisch, aber es funktioniert noch. Selbstverständlich freuen wir uns aber über jeden, der bei uns mitmusizieren möchte."

Die Möglichkeit, einmal zu probieren, ob die eigenen Musikkenntnisse für das Spiel im Orchester reichen, kann jeder gerne einmal ausprobieren. "Wir sind offen für jeden neuen Musiker, egal welches Instrument er spielt", betont die Dirigentin, die selber seit 25 Jahren Querflöte spielt und seit zwölf Jahren unterrichtet.

"Nach den Ferien üben wir neue Stücke ein und jeder, der sein Instrument in den Grundzügen beherrscht, kann den Versuch starten, mit uns zu musizieren."

Quelle: RP
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