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Radevormwald
Registrierung der Rader Flüchtlinge hat begonnen

Radevormwald. Eine Menge Arbeit haben am Ende dieser Woche die Mitarbeiter des Sozialamtes hinter sich. "Das Registrierungsverfahren für die in Radevormwald wohnenden Flüchtlinge bei der Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und auch die Interviews als zweite Stufe des Asylverfahrens haben begonnen", berichtet Sozialamtsleiterin Anke Schröder im Gespräch mit unserer Redaktion. Von Wolfgang Scholl

Die Stadt hatte in der vergangenen Woche vom Bundesamt die Information bekommen, dass die Registrierung der in Radevormwald wohnenden Flüchtlinge in dieser Woche beginnen könnte. "Dann ging alles ganz schnell", sagt Anke Schröder. Allerdings mit Veränderungen: Da in der für Radevormwald vorgesehenen Übergangsunterkunft in Bonn die Windpocken grassieren, müssen die Asylsuchenden zuerst nach Köln gebracht werden. Von dort begleiten sie die städtischen Mitarbeiter nach Bonn, wo die bürokratischen Aufgaben erledigt werden. Ein bis zwei Nächte müssen die Asylsuchenden in Köln verbringen.

Von den 280 derzeit in Rade wohnenden Flüchtlingen mussten in dieser Woche noch 123 als Asylsuchende registriert werden. Die Bundesregierung möchte bis Ende September alle in Deutschland lebenden Asylsuchenden bundesweit einheitlich mit Papieren ausstatten. Die Flüchtlinge erhalten mit der Registrierung die "Büma" - die Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender. In einem zweiten Schritt werden dann die Interviews vorgenommen, erklärt Anke Schröder. Dabei werden in Bonn Dolmetscher für die Sprachen oder Dialekte der Asylsuchenden eingesetzt. "Das ist besser, weil sich sonst die Kommunikation zum Teil sehr schwierig gestaltet", sagt die Sozialamtsleiterin.

Für die anderen Flüchtlinge waren und sind Termine für die Interviews vorgesehen, bei denen sie nach den Asylgründen gefragt werden - als zweite Stufe zur Anerkennung in dem jeweiligen persönlichen Asylverfahren. "Wir sind mit mehreren Reisebussen zuerst nach Köln und dann aber auch nach Bonn gefahren. Nach Abschluss der Termine bringen wir die Flüchtlinge dann wieder zurück nach Radevormwald", sagt die Sozialamtsleiterin. Bis zu vier Reisebusse waren für die Stadt Radevormwald in dieser Woche jeweils im Einsatz.

Abgeschlossen sind die Verfahren für Radevormwald dann aber noch nicht. Einzelne Flüchtlinge haben nach Absprache mit den Ausländerbehörden weiterhin auch Termine in der Außenstelle Burbach in Rheinland-Pfalz und müssen später einzeln oder in Kleingruppen dorthin gebracht werden. Bisher hatten Sozialarbeiter oder ehrenamtliche Helfer einige Asylsuchende bereits in den vergangenen Wochen und Monaten schon nach Burbach begleitet, da diese Stelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast nicht zu erreichen ist.

Quelle: RP
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