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Radevormwald
Riesenspaß auf dem roten Teppich in der Manege

Radevormwald. Die Aula der Grundschule Wupper auf der Brede hatte sich am Samstagnachmittag in ein buntes Zirkuszelt verwandelt. Den Fußboden der Mange schmückte ein riesiger roter Teppich, der ahnen ließ, dass hier in der nächsten Stunde die Zirkuswelt zu Hause ist. In den oberen Klassenräumen wurden die Akteure - Kinder des Kindergarten Brede - von ihren Erzieherinnen geschminkt und frisiert, während Eltern, Geschwister und Großeltern schon ihre Plätze auf der großen Treppe und in Stuhlreihen eingenommen hatten.

Es knisterte vor Spannung. Und endlich trat hinter dem Vorhang der erste Zirkusdirektor hervor. Doch die eben angesetzte Begrüßung wurde unterbrochen. Der wirkliche "Zirkusdirektor" stand plötzlich hinter dem ersten und machte dessen Posten mithilfe eines Schaumstoffhammers streitig. Das muntere Wechselspiel brach letztlich Ulli Türk vom "Kölner Spielecircus" hervor: Sie hatte in der vergangenen Woche das Zirkusprojekt in der Einrichtung geleitet und die Kinder Zirkuslust atmen lassen. Die Aufführung des Zirkus' "Wupsala" war das Sahnehäubchen auf einer langen Woche voller pädagogischem Spaß, Spiel und Mutbereitschaft.

Den Start der vielen Zirkusnummern machten sieben Zwerge, die viel Applaus für ihre "Menschenpyramide" erhielten. Atemberaubend und voller Spannung gestaltete sich die akrobatische Darbietung der Piratengruppe. Hierbei wurde aus zwei Leitern ein Schiff, gehalten von Ulli Türk. Die "Piraten" kletterten abwechseln an den Sprossen in die Höhe, um nach einem Schatz Ausschau zu halten. Die vierjährige Rebecca erblickte diesen schließlich von der obersten Sprosse: Tosender Beifall entlohne diese Gruppe für deren mutigen Einsatz, die Schokoladentaler des Schatzes ebenfalls. "Das war nicht schwer, da hochzuklettern. Immer nur gut festhalten", erläuterte "Pirat" Timmi (4).

Ein weiterer Höhepunkt waren die Künstler, die ihre nackten Füße auf Glasscherben und aufs Nagelbrett setzten. Hierbei ging ein Raunen durch die Aula, und Staunen machte sich breit. "Die Glasscherben hat die Ulli im Kindergarten lange in Wasser gekocht. Dann sind sie nicht mehr scharf", verriet Celina. Kleine Chinesen balancierten kreisende Teller auf langen Stöcken, wobei Noah es schaffte, eine Rolle zu turnen, ohne dass sein Teller vom Stab fiel. Und der Auftritt der Clowns sorgte für viele Lacher.

Kindergartenleiterin Tatjana Gelwig-Götz resümierte: "Die Zirkusprojekt war ein tolles Erlebnis für die Kinder." In drei Jahren will sie, zusammen mit dem Förderverein, das Projekt wiederholen. "Damit jedes Kind in den Genuss kommt, einmal während seiner Kindergartenzeit die Zirkuswelt hautnah zu erleben."

(sig)
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