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Radevormwald
Rund 400 Kinder ziehen beim Martinszug an der Wupper mit

Radevormwald: Rund 400 Kinder ziehen beim Martinszug an der Wupper mit
Auf den Martinszug in den Wupperortschaften freuen sich die kleinen Teilnehmer jedes Jahr. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Das schöne alte Martinslied "Durch die Straßen auf und nieder, leuchten die Laternen wieder" war am Samstagabend in den Wupperortschaften aus hellen Kinderkehlen laut zu hören. Gemäß dem Liedertext schlängelte sich der lange Zug tatsächlich über hügeliges Gebiet bergauf und -ab durch Brede, Keilbeck und Dahlerau.

Rund 400 Kinder bildeten mit Eltern und Großeltern den 65. Martinszug an der Wupper. Ein Ereignis, das die Kleinen jedes Jahr in helle Aufregung versetzt und die Augen zum Leuchten bringt. Da wird der lange Fußmarsch zur Nebensache, im Fokus stehen die Laternen wie auch die Martinsfigur. Diese ritt am Samstag allen voran im roten Kostüm eines römischen Soldaten, gefolgt von Sicherheitshelfern der Löschgruppe Herkingrade, dem DRK Dahlhausen und letztlich einer langen Laternenschlange.

Die Kinder hatten Laternen gebastelt, eine schöner als die andere. Da waren kleine Drachen und Marienkäfer unterwegs, dessen Besitzer derzeit den Kindergarten auf der Brede besuchen. Leuchtende Monde, Piratenschiffe und Kätzchen, teils gebastelt in der Kindertageseinrichtung Wuppermäuse, und rote Fliegenpilze, von Grundschulkindern gefertigt, wurden stolz durch die Dunkelheit getragen.

"Mir gefallen nicht nur die selbst gebastelte Laternen, sondern auch die mit Lichtern geschmückten Fenster hier überall an den Häusern", sagte Eva-Theresa Zier, eine begleitende Mutter. Laternen auf Fensterbrettern, Kürbisgesichter vor Haustüren und an Gartenzäunen befestigte Teelichter bereicherten das Gesamtbild des Umzugs. Als musikalische Begleitung fungierte der Posaunenchor der Kirchengemeinde Remlingrade.

Allerdings konnten nur die Kinder nahe des Posaunenchors von der Musik profitieren, die Teilnehmer am Zuganfang und -ende mussten dagegen a capella singen. "Die Wegstrecke ist lang und besonders für die älteren Musiker beschwerlich. Wir freuen uns aber, dass unsere zweite Kapelle, die uns viele Jahre begleitet hat, in der Schulaula die Tütenausgabe musikalisch begleitet", erzählte Stefan Braun, der den Zug zusammen mit Ehefrau Andrea und Inge Harhues organisiert hatte. "Wir konnten in diesem Jahr 480 Martinstüten mit Obst, Nüssen und Süßem packen", erzählte er. Ein zwölfköpfiges Team verteilte dann am Samstagabend die Tüten an die große Kinderschar. Viele Eltern nahmen zum Abschluss mit ihren Kindern noch ein Getränk in der Aula ein oder lauschten den gespielten Martinsliedern.

(sig)
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