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Radevormwald
"Runder Tisch gegen Rechts" mit neuen Zielen

Radevormwald: "Runder Tisch gegen Rechts" mit neuen Zielen
FOTO: UWG
Radevormwald. Die nächste Mitgliederversammlung ist am 23. Oktober. Bis Ende des Jahres wird die Arbeit wie bisher fortgesetzt.

Bis zum Jahresende wird Geschäftsführer Daniel Bleeker beim Verein "Runder Tisch gegen Rechts" im Amt bleiben. Das hat der Verein auf einer Mitgliederversammlung am Donnerstag beschlossen. Der Kreis hatte den Vertrag mit der Zusage finanzieller Mittel in Höhe von jährlich etwa 9000 Euro zum 31. August gekündigt.

Bis Oktober soll auch entschieden werden, wie es mit dem Verein weitergehen kann. "Wir haben uns bis zur nächsten Sitzung am 23. Oktober Zeit gegeben, über die Zukunft nachzudenken", sagt der Vorsitzende Armin Barg. Er hatte die Auflösung als Verein in Aussicht gestellt, da die Arbeit auf ehrenamtlicher Basis nicht zu leisten ist. Ziel von Armin Barg ist es, dass die Arbeit nicht aufgegeben wird. Einige Mitglieder hatten aus Altersgründen abgewunken, Aufgaben zu übernehmen; andere, weil sie als Jüngere auswärts studieren oder arbeiten. Eine Ausstellung könne der Verein nicht mehr organisieren, weil es nicht genügend Aufsichtspersonen gebe.

Die Kürzung der finanziellen Mittel, die das Land über das Programm "NRWeltoffen" an den Kreis für die Arbeit gegen politischen Extremismus verteilt, sei in Gummersbach damit begründet worden, dass "in Rade nichts getan wird". In einem persönlichen Gespräch mit Landrat Jochen Hagt möchte Armin Barg diese Vorwürfe demnächst entkräften. "Ob dieses Gespräch Geld auslöst, das vermag ich nicht zu sagen", berichtet der Vereinsvorsitzende. Der Landrat rege an, die Vereinsarbeit ehrenamtlich zu organisieren und weiterzuführen. Auch sollen in einem weiteren persönlichen Gespräch Kommunikationsprobleme mit Gudrun Matineau von der gemeinnützigen Gesellschaft "PariSozial Bergisches Land" ausgeräumt werden.

Für die nächste Zeit wird der "Runde Tisch gegen Rechts" zwei Tagesfahrten organisieren. Eine soll zur Ordensburg Vogelsang in der Eifel führen und eine zum NS-Dokumentationszentrum in Köln. Dort ist eine Ausstellung zur Verfolgung von Sinti und Roma zu sehen.

In Kontakt treten möchte Armin Barg auch mit Schulamtsleiter Jürgen Funke. "Wir möchten die Gespräche mit den Schulen wieder aufnehmen, um die weiterführenden Schulen mit in die Arbeit aufzunehmen", sagt er. Ziel ist es, dass die Sekundarschule den Titel "Schule gegen Rassismus" der Geschwister-Scholl-Schule übernimmt. Der Verein möchte aber auch die Förderschule Nord (Armin-Maiwald-Schule) nicht außen vor lassen. "Ich halte es für sehr wichtig, in den Schulen auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen, damit sich Schüler mit dem Problem des Extremismus' beschäftigen", sagt Barg.

(wos)
 
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