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Radevormwald
Sana-Ärzte informieren zu Darmkrebs und dessen Vorbeugung

Radevormwald. Der Darmkrebs ist ein bösartiger Tumor des Dick- oder Enddarms und ist die zweithäufigste Krebserkrankung sowohl bei Männern als auch bei Frauen, heißt es in einer Mitteilung des Sana Krankenhauses. Um auf die Krankheit, aber auch die Vorbeugung aufmerksam zu machen, organisieren Mitarbeiter und Ärzte verschiedener Bereiche für kommenden Mittwoch, 11. Oktober, ab 18 Uhr im Bürgerhaus ein Treffen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Jährlich erkranken etwa 63.000 Menschen an Darmkrebs, davon 34.000 Männer. Da sich der Darmkrebs sehr langsam entwickelt und anfangs keine oder nur geringe Beschwerden verursacht, wird er manchmal leider erst in einem fortgeschrittenem Stadium entdeckt, heißt es. Je früher ein Darmkrebs oder eine Krebsvorstufe erkannt würden, desto größer sei die Chance auf eine vollständige Heilung, erklärt Dr. Thomas Morkramer, Chefarzt der Viszeralchirurgie am Sana Krankenhaus. "Darmkrebs entsteht meist aus anfangs noch harmlosen gutartigen Darmpolypen, die man nicht spürt und keine Beschwerden verursachen. Es können mehrere Jahre bis Jahrzehnte vergehen, bis diese Polypen bösartig werden und Krebs entsteht", sagt er. Deshalb werden Polypen, die bei einer Darmspiegelung entdeckt werden, vollständig entfernt, damit gar nicht erst ein Krebs entstehen kann. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung die beste Präventionsmaßnahme. Wichtig seien eine umfassende Aufklärung und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig die Vorsorgeuntersuchung ist.

Seit Ende 2002 gibt es die Darmspiegelung als Teil des gesetzlichen Krebsvorsorgeprogramms. Männer und Frauen können ab dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre eine Darmspiegelung durchführen lassen, denn das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit fortschreitendem Alter. "Aber auch wenn nach einer Untersuchung ein Darmkrebs festgestellt wird, sind die Heilungschancen heute sehr gut. Durch schonende OP-Verfahren in Schlüsselloch-Technik erholt man sich viel schneller von der Operation als früher mit Bauchschnitt", berichtet der Chefarzt und ergänzt: Wichtig ist dabei ein individuelles Behandlungskonzept mit allen beteiligten Fachärzten - Gastroenterologe, Chirurg und eventuell Onkologe.

Mi. 11. Oktober, 18 Uhr, Bürgerhaus, großer Saal, Schlossmacherplatz.

(wos)
 
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