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Radevormwald
SC 08 und HSG feiern gemeinsam gelungene Saisoneröffnung

Radevormwald: SC 08 und HSG feiern gemeinsam gelungene Saisoneröffnung
Auf der Treppe zur Reformierten Kirche wurden die Mannschaften der HSG und des SC 08 vorgestellt. Auf dem Marktplatz saßen die Gäste. FOTO: michael schütz
Radevormwald. Die Beziehung zwischen den beiden Sportvereinen ist bestens. Auch sportlich läuft es gut. Gestern trafen sich alle auf dem Marktplatz. Von Cristina Segovia-Buendia

Fußballer und Handballer des SC 08 und der HSG Rade/Herbeck feierten gestern Vormittag gemeinsam beim Frühschoppen auf dem Marktplatz den anstehenden Saisonauftakt. Sie ließen damit eine lang vergessene Tradition zwischen den Vereinen neu aufleben. Die Zusammenkunft bot den Teams die Gelegenheit, sich öffentlich zu präsentieren.

Anlässlich des doppelten Aufstiegs der Fußballer aus der Kreisliga in die Bezirksliga, sowie der Handballer aus der Landesliga in die Verbandsliga in der vergangenen Saison, kam es nach vielen Jahren wieder zu einem gemeinsamen Frühschoppen zwischen den Sportlern der beiden Vereine. Die Initialzündung dazu hatte im Mai der erst kürzlich gestorbene Klaus "Max" Berke, der "Mister Handball der HSG" gegeben. "Wir haben uns schon während der Saison gegenseitig tatkräftig unterstützt, haben jeweils die Spiele der anderen besucht", sagte Frank Dombrowski, Vorsitzender der Fußballer des SC 08. Die neue Saison gemeinsam zu feiern, sei da nur eine logische Konsequenz gewesen. Er freute sich über die gute Resonanz.

"Die Beziehung zwischen den beiden Vereinen ist einfach gut. Es gibt auch keine Konkurrenz untereinander, im Gegenteil, ich finde eigentlich, dass wir uns im Handball und Fußball sehr gut ergänzen." Hand in Hand sei die Arbeit gegangen, die Rahmenbedingungen seien gegeben und somit "steht einer Fortsetzung des Frühschoppens zum nächsten Saisonauftakt eigentlich nichts im Weg."

Aktuell zählt der SC 350 aktive Fußballer in 13 Jugend- und vier Seniorenmannschaften. Erstmals stellt der Club auch eine Damenmannschaft mit zwölf Spielerinnen. Diese kommen alle aus der eigenen Jugend. Für kommende Saison bräuchten sie allerdings noch erfahrene Unterstützung, sagte Trainer Stefan Franke. "Unser Kader ist knapp gestrickt, und wir gehen damit auch ein großes Risiko ein." Die kommende Saison sei in erster Linie eine Lernphase. Mit 18 Teams sei der SC, "im Vergleich zu anderen Vereinen", gut aufgestellt, sagte Dombrowski. Lediglich in der A- und B-Jugend seien sie personell eher dünn aufgestellt.

Ähnlich geht es der HSG: Sie setzt sich aus 300 aktiven Handballern zusammen: sieben Seniorenmannschaften (vier Herren- und drei Damenteams) sowie zehn Jugendmannschaften, jeweils zur Hälfte Mädchen und Jungen. "Wir haben einen breiten Unterbau, nur in der A-, B- und C-Jugend wird es dünner", sagte der Vorsitzende Klaus Steinmüller. Dennoch spielen die Handballer erfolgreich: Die erste Herrenmannschaft schaffte in der letzten Saison den Aufstieg von der Landes- in die Verbandsliga. Ziel sei nun der Klassenerhalt.

Auch die erste Damenmannschaft möchte ihren Platz in der Oberliga verteidigen. Währenddessen muss sich die männliche A-Jugend auf Neuerungen einstellen, denn bis zu zehn der aktuellen Oberligisten sollen schrittweise in die Seniorenmannschaft hochsteigen. Überhaupt muss sich der HSG, nach dem Verlust von Berke neu aufstellen, sagte Steinmüller. "Für uns war der Tod von Max nicht nur ein menschlicher Verlust, er hat auch viel im Verein gemacht, wo sukzessiv Leute nachrücken müssen." Auch der HSG-Vorsitzende freute sich über die gute Zusammenarbeit mit den Fußballern des SC 08 und sieht einer Fortsetzung optimistisch entgegen. "Es spricht nichts dagegen, auch 2017 den Saisonauftakt gemeinsam zu feiern."

Quelle: RP
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