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Radevormwald
Schaumbildung auf der Uelfe löst Umweltalarm auf

Radevormwald. Eine Schaumbildung auf der Uelfe hat am Mittwochnachmittag einen Umweltalarm ausgelöst und neben der Stadt auch die Untere Wasserbehörde alarmiert. "Wir sind weiter auf der Suche nach der Ursache", sagte gestern Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes, auf Anfrage unserer Redaktion. Neben einer Schaumbildung waren im Bereich des Uelfebades zuerst auch einige tote Fische gefunden worden.

Von drei Möglichkeiten der Verschmutzung wird derzeit in der Stadtverwaltung und beim Kreis ausgegangen. Neben einer illegalen Einleitung von Abwasser, wie es vor einigen Jahren schon einmal im Gewerbegebiet Mermbach vorgekommen war, kommen auch eine Undichtigkeit im Regenüberlaufbecken der Stadt in Mermbach und eine Undichtigkeit des Uelfesammlers oder eines Kanals infrage.

Aufgetreten war die Schaumbildung entlang der Uelfe erstmals, nachdem die Stadt dabei war, das Regenüberlaufbecken unterhalb des Gerwerbegebietes volllaufen zu lassen. "Wir müssen dies in regelmäßigen Abständen tun, weil wir die Aggregate an dem Becken überprüfen müssen. Das ist wie ein Eichvorgang zu sehen", sagte Dippel.

Beim Einlassen ist es zu der Schaumbildung gekommen. "Wir haben das Einlaufen sofort gestoppt und das Wasser daraufhin über den Sammler zur Kläranlage in Grunewald geleitet", sagte der Leiter des Technischen Bauamtes. Danach habe man in der Uelfe überall nur noch klares Wasser ohne Schlieren gefunden.

Geprüft worden ist inzwischen auch die Drainage des Überlaufbeckens in dem Becken in Mermbach. Auch dabei sei nur klares Wasser ausgelaufen.

Gestern sind dann an einer Stelle weitere Schlieren gefunden worden. Theoretisch könne das auch von Ablagerungen kommen, die sich im Bereich vor oder im Becken gebildet haben, sagte Ulrich Dippel. Behördenvertreter haben deshalb entlang des Laufs der Uelfe zahlreiche Wasserproben entnommen, die in den nächsten Tagen noch ausgewertet werden. Parallel dazu wird versucht, die undichte Stelle zu suchen. "Die Suche wird mit Sicherheit noch einige Tage dauern", vermutete Dippel gestern nach einem weiteren Ortstermin im Uelfetal im Bereich des Uelfebades.

Der Gewässerschutzbeauftragte der Stadt hat gestern Nachmittag den Auftrag erhalten, heute Morgen noch einmal die komplette Strecke der Uelfe abzugehen und zu suchen, ob es einen weiteren auffälligen Befund gibt.

Heute könnte es deshalb weitere Informationen geben.

(wos)
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