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Radevormwald
Schüler experimentieren im Gymnasium

Radevormwald: Schüler experimentieren im Gymnasium
Das Hebelgesetz mit Magnete und Wippe live erleben: Maya, Jonas und Joshua (vorne v.l.) hängen magnetische Gewichte an eine Wippe, dahinter stehen Jule, Lea und Julia (v.l.) vom THG. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Tag der offenen Tür im Theodor-Heuss-Gymnasium: Viertklässler und ihre Eltern bekamen einen ersten Eindruck von der vielleicht neuen Schule. Im Mittelpunkt standen die Schwerpunkte der Schule, Demonstrationen und Führungen. Von Marion Gerdel

Viel Trubel herrschte gestern Nachmittag im THG. Das Gymnasium hatte seine Türen für Viertklässler und ihre Eltern geöffnet, damit die sich einen ersten Eindruck ihrer vielleicht künftigen Schule machen können. Wie in jedem Jahr wollten Schulleiter Matthias Fischbach-Städing und seine Kollegen Eltern und Kindern die Schwerpunkte der Schule nahebringen, um sie zu motivieren, sich für das THG als Weg zum Abitur zu entscheiden. Das Informationsangebot reichte von der Erläuterung einiger Fächer über die Demonstration mehrerer AGs und unterschiedliche Vorführungen.

"Wichtig ist für viele Eltern unser Angebot der Hausaufgabenbetreuung", sagt Fischbach-Städing. "Es bietet den neuen Schülern einen guten Übergang vom gewohnten Ablauf aus der Grundschule und ist gerade für berufstätige Eltern sehr wichtig."

Eltern und potenzielle neue Schüler erlebten, wie groß das Engagement der Schüler für ihre Schule ist. So präsentierten ausgebildete Sporthelfer, welche AGs sie ins Leben gerufen haben, und wie sie sich dafür verantwortlich fühlen. Die Schüler des Bio-Förderkurses verkauften selbst hergestellte Kosmetikartikel, deren Bestandteile komplett aus dem Fair-Trade-Handel stammen. Mit dem Verkaufserlös werden Schulprojekte finanziert, die dazu beitragen sollen, das THG zu einer Fair-Trade-Schule zu machen. Andere Schüler verbrachten ihre Freizeit damit, ihren künftigen Mitschülern Spaß an den naturwissenschaftlichen Fächern nahezubringen. So konnten sie ein "Phyfikus-Diplom" ablegen, für das sie unter anderem magnetische Gewichte an einer Waage ins Gleichgewicht bringen sollten. Im Chemieraum durften sie selbst ein bisschen Chemiker sein und Stahlwolle mit Hilfe einer kleinen Batterie anzünden und somit Eisenoxyd produzieren.

Viele Hinweisschilder und ein Flyer zeigten den Eltern den Weg zu den einzelnen Bereichen. Wer wollte, konnte sich aber auch einer Führung durch das THG anschließen. Lehrer zeigten Eltern die Räume und beantworteten deren Fragen, Schüler führten die Viertklässler zu verschiedenen Mitmachstationen.

Alle Fragen der Eltern zum Beispiel nach Sprachangeboten, zur Profilklasse oder Mittagsbetreuung wurden beantwortet. Auch die Sorge darüber, dass am THG mit sehr viel technischer Ausstattung unterrichtet wird und das Kind privat nicht über adäquate Mittel verfügt, konnte genommen werden.

Das Finale des schulinternen Vorlesewettbewerbs entschied Claire Schorrer (elf Jahre, Klasse 6a) für sich. Sie las aus Harry Potters "Der Stein der Weisen" vor.

Während drinnen das THG für das Gymnasium warb, machten sich vor der Tür Vertreter der Rader Parteien für die geplante Sekundarschule stark. "Sie ist der G9-Weg zum Abitur", wollten sie den Eltern noch einmal verdeutlichen.

Quelle: RP
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