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Radevormwald
Schüler informieren sich bei 31 Betrieben

Radevormwald. Schüler und Eltern besuchen gemeinsam den 5. Ausbildungstag des Radevormwalder Unternehmernetzwerks (RUN) . Beteiligt hat sich eine Rekordzahl an Unternehmen. Fazit: Es gibt noch freie Ausbildungsplätze für Jugendliche. Von Flora Treiber

Dicht an dicht schoben sich Schüler am Morgen durchs Wartburghaus, als das Radevormwalder Unternehmer Netzwerk (RUN) den fünften "Tag der Ausbildung" öffnete. Es herrschte Hochbetrieb an den Informationsständen der Unternehmen, die über ihre Ausbildungsberufe und Karrieremöglichkeiten informierten.

"Dieses Jahr beteiligen sich 31 Unternehmen am Tag der Ausbildung. Das ist ein Rekord. Wir sind froh über das große Interesse auf beiden Seiten", sagte Klaus Lüttgenau von RUN. Er war stolz darauf, dass auch der Beruf des Erziehers auf der Messe präsentiert wurde. "Diese Lücke der letzten Jahre konnten wir endlich schließen. Viele ziehen schließlich einen sozialen Beruf in Erwägung." An den Messeständen wurden wichtige Kontakte geknüpft und Interesse geweckt. Josefine Berges ist 19 Jahre alt und war mit ihrer Arbeitskollegin auf der Suche nach einem attraktiven Ausbildungsplatz. "Ich interessiere mich für Büroarbeit und könnte mir eine Ausbildung zur Industriekauffrau vorstellen", sagte sie. In der Hoffnung, auf sympathische Ausbildungsleiter und vielversprechende Unternehmensstrukturen zu treffen, war sie ins Wartburghaus gekommen. Nach wenigen Minuten war sie bepackt mit Informationsmaterial und Motivation. "Der erste Schritt ist getan, jetzt werde ich Bewerbungen schreiben", sagte sie.

Max Vöpel hat diese Hürde schon genommen und ist Azubi bei den Rader Stadtwerken. Mit dem "Tag der Ausbildung" hat er selber gute Erfahrungen gemacht. "Ich bin vor zwei Jahren über die Messe auf meinen jetzigen Arbeitgeber aufmerksam geworden und habe auf diesem Weg meinen Ausbildungsplatz bekommen", sagte er. Dass der "Tag der Ausbildung" Unternehmen und Nachwuchs verbindet, bezweifelt er nicht. "Hier entstehen für beide Seite wichtige Kontakte." Gemeinsam mit Anna-Lena Arndt und Laura Ortlieb, ebenfalls Azubis der Stadtwerke, ermöglichte er Besuchern einen Einblick in den Arbeitsalltag und die Ausbildung.

Selina Hofmeister, Personalreferentin bei Kuhn Edelstahl, kam mit vielen Jugendlichen und Eltern ins Gespräch und stellte die Ausbildungsgänge von Kuhn vor. "Ich versuche, auch auf weniger populäre Ausbildungen wie den Gießereimechaniker aufmerksam zu machen. Diese Ausbildung bieten wir noch nicht lange an. Die Resonanz ist bisher gut. Besonders auf männlicher Seite", sagte sie. Sie hält das Angebot von RUN für Rader Unternehmen für unerlässlich, um Azubis zu finden und sich zu präsentieren. "Es ist schön, hier die Gesichter zu den Bewerbungen schon mal vorab kennenzulernen. Das erleichtert auch meine Arbeit."

Neben technischen und kaufmännischen Berufen deckte der Tag auch Ausbildungsmöglichkeiten im sozialen und medizinischen Sektor ab. Vor dem Wartburghaus stand ein großer Bus, der über Berufe der Elektro- und Metallindustrie informierte. Die Besucher lernten nicht nur Rader Unternehmen, sondern auch große Arbeitgeber wie Aldi oder die AOK und den immer noch wachsenden Ausbildungssektor rund um duale Studiengänge kennen. Nachmittags war der morgendliche Ansturm dann vorüber und ließ Raum für längere Gespräche zwischen den Arbeitgebern und den potenziellen Bewerbern.

Quelle: RP
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