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Radevormwald
Schützenfest verursacht einen finanziellen Verlust von 3000 Euro

Radevormwald. Die Radevormwalder Schützen von 1708 beklagen die ihrer Ansicht nach zu hohen Gebühren der Stadt für ihr Schützenfest und schlagen Alarm: "Sollten die Gebühren bleiben, wird es künftig keine Schützenkirmes mehr geben. Wenn wir diese Gebühren jetzt jedes Jahr zahlen müssen, sind wir in zwei Jahren pleite", sagte der Vorsitzende Jürgen Fenske während der Herbstversammlung. Von Cristina Segovia-Buendía

Die Schützen sind enttäuscht und verärgert: Ihr Fest im Sommer verursachte einen finanziellen Verlust von 3000 Euro. Den Grund dafür sieht der Vorstand in den hohen Gebühren, die ihnen die Stadt dieses Jahr erstmals in Rechnung gestellt hat: 1300 Euro für die Straßennutzung und 1600 Euro an Mietkosten für die Standrohre. Geld, das der Verein künftig nicht mehr aufbringen kann. "Die Kirmes war wie jedes Jahr gut besucht, daran liegt es nicht", sagte Fenske. "Aber bei solchen Kosten rechnet sich der Aufwand für uns nicht." Um die Kirmes künftig nicht mehr zu organisieren, sei allerdings auch eine Satzungsänderung vonnöten, sagte der Chef der Schützen. "Ein Entgegenkommen der Stadt wäre wünschenswert, denn die Kirmes machen wir nicht für uns, sondern für die Bürger." Dem stimmten die 50 Mitglieder zu. Mit einem Sommerfest vor der eigenen Haustür am Hölterhof würden sie sich auch zufriedengeben, lautete der mehrheitliche Tenor der Mitglieder.

Kommenden Monat möchte Fenske gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Radevormwalder Karnevalsgesellschaft (RKG), Dominik Betz, jedoch noch den Versuch wagen und sich mit Vertretern des Stadtsportverbandes und dem Vorsitzenden des Stadtkulturverbandes, Jürgen Fischer, zusammensetzen. Ziel sei es, die Gebühren für solche Festakte, wie die der Karnevalisten oder der Schützen, die einen großen gesellschaftlichen Stellenwert haben, abzuschaffen.

Jürgen Fenske wird bis zur nächsten Hauptversammlung im Frühjahr die Geschicke des Vereins als alleiniger Vorsitzender weiterleiten. Wie er den Mitgliedern mitteilte, habe sein bisheriger Stellvertreter, Friedrich "Fritz" Walter Rehtanz, am 9. Oktober schriftlich seinen Rücktritt erklärt. Querelen habe es im Vorstand nicht gegeben, sagte Fenske, aber "Fritz fühlte sich dem Amt nicht mehr gewachsen." Die Wahl eines neuen Stellvertreters steht bei der nächsten Vollversammlung an.

Quelle: RP
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