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Radevormwald
Schützenhaus wird 50 Jahre alt

Radevormwald: Schützenhaus wird 50 Jahre alt
Seit fünf Jahrzehnten gibt es das Schützenhaus mit dem großen Schießstand an und in Richtung der Hölterhofer Straße. Der Schießstand hat 2012 eine neue Belüftungslage erhalten und ist bis 2019 zertifiziert. FOTO: Wolfgang Scholl
Radevormwald. Vor einem halben Jahrhundert wurde am Hölterhof das Richtfest gefeiert. Für die Mitglieder des Schützenvereins 1708 bedeutet das Haus, das in regelmäßigen Abständen modernisiert wird, in erster Linie Selbstständigkeit und Freiheit. Von Flora Treiber

1967 legten die Schützen den ersten Stein für ihr neues Vereinsheim und einen hochmodernen Schießstand. Das Schützenhaus am Hölterhof wird 2017 deshalb 50 Jahre alt. Für die Mitglieder des Schützenvereins von 1708 (ältester Verein) bedeutet das Schützenhaus in erster Linie Selbstständigkeit und Freiheit. "Wir sind hier unser eigener Herr und können uns nicht nur zum Schießen versammeln. Unser Schützenhaus ist ein Ort des Treffens und der Geselligkeit. Wir halten Versammlungen ab und treffen uns auch zum Kartenspielen", sagt Bernd Lömker. Seit der Jahresversammlung ist Lömker, der bei der Grundsteinlegung vor einem halben Jahrhundert bereits dabei war, wieder Vorsitzender des Vereins.

An den ersten Schießstand, der am Kreuz beheimatet war, kann Lömker sich noch gut erinnern. "Unser Schießstand war unterirdisch und damals nicht modern. Wir wollten uns vergrößern und das Grundstück am Hölterhof war frei", erzählt Lömker. Aber nicht nur das Grundstück war frei, sondern eigentlich der gesamte Hölterhof, der damals zu dem Gehöft Fischer gehörte. "Hier war weit und breit nur Land. Allerdings gab es hier damals eine Wirtschaft mit eigener Kegelbahn. Das Schützenhaus hat sich diesem Gebäudekomplex angeschlossen."

Wo damals gekegelt wurde, stehen heute Garagen, aber das Schützenhaus ist nach wie vor in Betrieb. Daran wird sich, solange es den Schützenverein in Radevormwald gibt, auch nichts ändern. Zwar sind die Schützen nicht Eigentümer des Grundstücks, aber des Hauses - und zwar, so lange der Verein besteht. "Wir haben das vor 50 Jahren so geregelt. Ein weiterer Punkt, der uns große Sicherheit gibt", sagt der Vorsitzende.

Nach der Grundsteinlegung feierten die Schützen im April 1967 ihr Richtfest. Vieles leisteten die Männer des Vereins in Eigenleistung. Schütze zu sein, bedeutete damals Manneskraft und Zusammenhalt. "Der damalige Bürgermeister war auch aktiver Schütze und hat viele Mitglieder in unseren Verein gebracht. Davon haben wir damals profitiert."

Seit der Fertigstellung des Hauses nehmen die Schützen die regelmäßige Renovierung der 600 Quadratmeter ernst und scheuen keine Investitionen. Dank regelmäßiger Pflege und einem sorgsamen Umgang mit dem Inventar befindet sich das Schützenhaus heute in einem guten Zustand. In 50 Jahren wurde das Flachdach des Schießstandes zweimal erneuert, im vorigen Jahr mussten die Regenrinnen ausgetauscht werden, und Streicharbeiten fallen ohnehin regelmäßig an. Für die Schützen ist der Schießstand wie die Erweiterung des eigenen Heims. "Wenn man ein Haus nicht pflegt, verfällt es", sagt Lömker.

Vor etwa vier Jahren sanierten die Schützen ihren Schießstand und bauten eine neue Belüftungsanlage ein. Eine Maßnahme, die den Verein mehr als 25.000 Euro kostete. Die Entlüftung des 50 Meter langen Schießstandes läuft seitdem ohne Probleme. Für den Vorsitzenden ist es wichtig, dass das Schützenhaus mit regelmäßigen Modernisierungsmaßnahmen auf dem neusten Stand bleibt. "Auch, wenn wir mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben, müssen wir mit der Zeit gehen." Weitere Renovierungen in dieser Größenordnung fallen in den nächsten fünf Jahren hoffentlich nicht an. Bernd Lömker freut sich auf viele weitere Jahre am Hölterhof und appelliert an den Nachwuchs des Vereins. "Solange das Haus gepflegt wird, bleibt es uns erhalten."

Quelle: RP
 
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