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Radevormwald
Schulfenster zerspringen bei Bunkerbrand

Spänebunker in Radevormwald ausgebrannt
Spänebunker in Radevormwald ausgebrannt FOTO: Feuerwehr
Radevormwald. Aus bisher ungeklärter Ursache gerieten am frühen Pfingstsonntagmorgen Holzhäckselspäne im Spänebunker der Armin-Maiwald-Schule in Brand. 20 Feuerwehrleute rückten aus. Die Brandursache ist noch unklar. Von Jessica Balleer

In voller Ausdehnung stand der Spänebunker an der Elberfelder Straße bereits in Flammen, als die 20 Feuerwehrleute des Löschzugs 1 (Stadt/Herbeck) am frühen Pfingstsonntagmorgen dort eintrafen. Gegen 3.30 Uhr wurden sie alarmiert, weil brennende Holzhäckselspäne im Spänebunker der Armin-Maiwald-Schule ein Großfeuer verursachten. "Von außen haben wir mit drei Trupps gelöscht", teilt die Feuerwehr mit. Unter schwerem Atemschutz hatten sie den Löschangriff über so genannte drei C-Hohlstrahlrohre begonnen. Erst um 6 Uhr war der Einsatz beendet.

Der Holzhackschnitzel-Bunker hat eine Grundfläche von etwa 70 Quadratmetern und war in vier Boxen unterteilt. Eine Box war komplett mit Häckseln gefüllt, drei waren halbvoll. Die Verschlusstore musste die Feuerwehr mit schweren Hebel- und Brechwerkzeugen gewaltsam öffnen. Mit Hilfe eines vom Betriebshof angeforderten Radladers wurde die maximalbefüllte Box anschließend ausgeräumt und die Holzhäckselspäne mit einem Wasser-Netzmittel-Gemisch abgelöscht. "Durch die anfängliche Hitzeentwicklung kam es am nebenstehenden Gebäude der Armin-Maiwald-Schule zu Glasschäden an den Fenstern der hinteren Gebäudefassade", heißt es weiter. Mehrere Fensterscheiben sind zersprungen. Während der Spänebunker nun völlig zerstört ist, sei die Schule selbst aber zu keinem Zeitpunkt durch die Flammen gefährdet gewesen. Der Brand war nach zwei Stunden gelöscht. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt bereits.

Der Großbrand an der Elberfelder Straße blieb am Pfingstwochenende nicht der einzige Feuerwehreinsatz. Zu Rades größtem Arbeitgeber, Gira Giersiepen, rückten zehn Einsatzkräfte in der Nacht zu Samstag aus. Eine betriebliche Störung hatte dort einen Fehlalarm ausgelöst.

Am Pfingstsonntagmorgen brannte außerdem ein Zirkusplakat an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Ebenfalls am Sonntag befreite die Feuerwehr am Gemeindehaus an der Ludwig-Beck-Straße ein zwischen Metallstäben eingeklemmtes Reh. Unterstützt vom zuständigen Jagdpächter, setzten sie das Tier bei Siepen/Espert wieder aus.

Quelle: RP
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