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Radevormwald
Schulhof der KGS Lindenbaum verwandelt sich in eine Manege

Radevormwald: Schulhof der KGS Lindenbaum verwandelt sich in eine Manege
Mit Kunststücken beeindruckten die KGS-Kinder ihr Publikum. Tücher im Schwarzlicht durch die Luft zu wirbeln, war optisch besonders schön. FOTO: hn-
Radevormwald. Amanda war vor ihrem großen Auftritt nicht besonders aufgeregt. Obwohl das Zirkuszelt auf dem Schulhof der Katholischen Grundschule (KGS) Lindenbaum sehr gut besucht war, blieb sie ruhig. Die Schülerin der vierten Klasse hatte sich in der Zirkus-Projektwoche für die Akrobatikgruppe entschieden und zeigte gemeinsam mit ihrer Gruppe die erlernten Kunststücke in der Manege des Zirkusses "Zappzarapp".

Von Dienstag bis Freitag machten sich die mehr als 200 Schüler der KGS mit ihren Auftritten vertraut, probten intensiv und luden auch Kindergartenkinder aus Radevormwald zu ihrer Generalprobe am Freitag ein. Das Lehrerkollegium und zehn Elternteile hatten den Montag der Projektwoche genutzt, um ebenfalls ein Showprogramm einzustudieren. "Das haben wir den Kindern am Dienstag vorgestellt und sie mit den möglichen Genres vertraut gemacht", sagte Monika Duchene, stellvertretende Schulleiterin.

Entscheiden konnten sich die Schüler zwischen Jonglage, Zauberei, Fackelstangen, dem Trapez und Drahtseil und der Akrobatikvorführungen. Zu allen drei Aufführungen füllte sich das Zirkuszelt mit stolzen Eltern und Großeltern. Auf dem Schulhof duftete es nach frischem Popcorn, Zuckerwatte und Waffeln.

Als Amanda am Samstagnachmittag zum letzten Mal in die Manege einmarschierte, war sie gelassen und selbstsicher. "Wenn alle klatschen, bin ich glücklich", sagte die Neunjährige vor ihrem letzten Auftritt. Genau wie alle anderen Grundschüler trug auch sie ein funkelndes Kostüm aus dem Fundus des Zirkusses.

Nach den Akrobaten brachten die Clowns das Publikum zum Lachen, die Jonglage-Gruppe punktete durch ihr Geschick. Synchron wirbelten die Schüler der ersten bis vierten Klassen ihre Tücher bei Schwarzlicht durch die Luft. Tom und Fynn-Niclas hatten sich für die Kunst des Feuerschluckens entschieden. Angst, sich zu verbrennen oder die Fackeln fallenzulassen, hatten sie nur am Anfang. "Schnelligkeit ist das Wichtigste. Eigentlich kann nichts passieren", verriet Fynn-Niclas.

Dass die Projektwoche am Samstag zu Ende ging, machte Tom traurig. "Feuerschlucken macht mehr Spaß als Hausaufgaben zu machen", sagte der Elfjährige. Auch ihr Auftritt unter dem dunkelblauen Zirkushimmel verlief reibungslos.

Für Monika Duchene sind Projektwochen dieser Art jedes Mal ein Erfolgserlebnis. Die Grundschule hat in der Vergangenheit schon oft mit Zirkusgruppen zusammengearbeitet und immer gute Erfahrungen damit gemacht. "Die Kinder blühen auf, entdecken ihre Fähigkeiten und werden selbstbewusster. Die Pädagogen des Zirkusses haben uns in kurzer Zeit sehr viel beigebracht. Wir hatten alle sehr viel Spaß und sind noch enger zusammengerückt", sagte sie. Nachdem der zweite Teil der Aufführung mit Applaus gefeiert worden war, verabschiedeten sich die Kinder winkend von ihrem Publikum. Mit Videos und Fotos festgehalten wird dieser Tag in die Familienarchive einziehen und für viele Jahre ein schöne Erinnerungen für die Schüler, ihre Eltern und die Lehrer der KGS Lindenbaum bleiben.

(trei)
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